Tropischer und Subtropischer Regenwald
Wenn Sie das Tropen-Aquarium Hagenbeck betreten, tauchen Sie ein in eine fremdartige Welt. Nach den ersten Schritten stehen Sie inmitten eines verlassenen Dorfes auf Madagaskar. Buntgefiederte Lori-Papageien fliegen durch die flirrende Luft. Halbaffen mit schwarz-weiß geringelten Schwänzen – die Kattas – hangeln sich in der milden Wärme über die ziegelgedeckten Hütten.
Der Holzsteg führt zunächst nach Afrika: Durch die Grassteppe kriechen Riesengürtelschweife und im Dickicht über ihnen verstecken sich Chamäleons. Im asiatischen Bereich recken verschiedene Schildkröten ihre Köpfe aus dem sich durch das Grün schlängelnden Bach und viele Indo-Pazifische Echsen lassen sich von der Sonne wärmen. Zwischen den Lianen, Bäumen und Blättern im südamerikanischen Teil leben Stirnlappen-Basilisken und Krokodiltejus, die auch gern ein Bad im Flusslauf nehmen. Afrika, Asien und Südamerika – drei Kontinente durchqueren Sie auf Ihrer Tour durch den Dschungel.
Dann führt der Pfad zu einer Panorama-Einsicht, in der sich die größten Riesenschlangen der Welt über und unter Wasser beobachten lassen.
Klippschliefer, kleine Verwandte der Elefanten, teilen sich ihr Biotop mit Braunen Schildechsen und Blauschwanz-Skinken; ganz so, wie sich auch im Freiland die Reviere der Tiere überlappen würden.
Ein hohler Termitenhügel gewährt Einblick in das verborgene Leben unter der Erde: Hier hat sich eine Familie von Schleichkatzen, die Zwergmangusten, einen Bau aus verschlungenen Tunneln und Wegen gegraben.
Ein paar Schritte weiter wartet wieder ein neuer Einblick. Eine Glasscheibe unterhalb des Wasserspiegels bietet einen Blick in den See der Krokodile, in dem sich auch die farbenfrohen Malawi-Buntbarsche tummeln. Mangroven trennen die Panzerechsen vom Ebbe-Flut-Becken der treffsicheren Schützenfische und der drolligen Schlammspringer, die auch an Land kriechen können.
Unter der Holztreppe, die auf die Aussichtsplattform führt, steht der Forschungstisch. Dort können Sie diverse Zähne unter einer Lupe betrachten und sogar Schlangenhäute anfassen. Nun sind es nur noch ein paar Schritte und Sie können den See und seine Bewohner auch von oben betrachten.


