Forschung und Lehre
Das Wechselspiel der Arten mit den ökologischen Faktoren ihrer Lebensräume rückt heutzutage immer mehr in den Mittelpunkt der wissenschaftlichen Studien. Einen weiteren Forschungsschwerpunkt bilden die Zucht- und Erhaltungsbemühungen. In Zukunft wird die Forschung im Bereich der Ökosysteme und Arterhaltung zu einer
stärkeren Integration der zoologischen Gärten in den weltweiten Naturschutz führen. Darüber hinaus ist Hagenbeck ein wichtiger Ort die Lehre und Forschung der Universität Hamburg.
In den vergangenen fünf Jahren entstanden mehr als 50 Examens- und Diplomarbeiten in unserem Tierpark.
Ein besonderes Ereignis gab es im Jahr 2002, als der Hamburger Zoologe Gerhard Jarms in einem
Becken des damaligen Tropariums eine bis dahin unbekannte Quallenart entdeckte. Der Wissenschaftler benannte
die nur fünf Millimeter große Meduse nach ihrem Fundort: Nausithoe hagenbecki! Der Tierpark und die
Universität Hamburg sind stolz auf diesen gemeinsamen Erfolg, der auch ein gutes Beispiel für gelungene
Einbindung von Forschung im Tierpark ist.
Auch das neue Tropen-Aquarium Hagenbeck ist ein Ort der Forschung. Als einziges Aquarium Deutschlands
ist Hagenbeck in das internationale „Coralzoo project“ eingebunden. Weltweit arbeiten hier Universitäten und
Tierparks oder Aquarien gemeinsam daran, die Lebens- und Fortpflanzungbedingungen von Korallen zu erforschen.
So soll ein Weg gefunden werden, dem globalen Riffsterben entgegentreten zu können.

