Gitarre oder Geige? Hauptsache Rochen!
Hagenbecks Knorpelfisch-WG hat eine neue Mitbewohnerin. Sie heißt Marina, ist etwa acht Jahre alt, ungefähr 1,20 Meter lang. Sie erweitert die Zahl der Rochenarten im Großen Hai-Atoll auf stolze vier – und trägt als Geigenrochen einen bemerkenswert musikalischen Artnamen.
Die ungewöhnliche Gestalt dieses Rochens hat ihm im deutschen Sprachraum den Namen Großer Geigenrochen eingebracht. Im Englischen scheint der Fisch jedoch eher an eine Gitarre zu erinnern und wird dort Giant Guitarfish genannt. Deshalb wurde der Geigenrochen von den Pflegern zunächst Jimmy Hendrix getauft. Während der Quarantäne, die jeder Neuzugang absolvieren muss, stellte sich jedoch heraus, dass es sich um ein weibliches Tier handelt.
Der Körper eines Geigenrochens ist lang gestreckter und weniger scheibenförmig als der der meisten anderen Rochen. Auch den häufig üblichen Schwanzstachel wird man vergeblich suchen müssen. Dafür besitzt Marina eine Schwanzflosse und sogar zwei Rückenflossen. Obwohl sie zu den Rochen gehört, erinnert ihr Aussehen an den Körper eines Hais.
Wer die ausgefallene Rochendame beobachten möchte, der findet Marina im Großen Hai-Atoll, wo sie sich bevorzugt in Bodennähe aufhält.

