Hagenbeck Tierpark - Hamburgs tierisches Original

Hamburgs tierisches Original

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20.09.2011

Schön aber gefährlich


© Hagenbeck

Sie sitzen friedlich auf einem Ast, hüpfen munter hin und her und erwecken den Eindruck harmlos zu sein. Weit gefehlt, denn die Neuzugänge im Tropen-Aquarium Hagenbeck zählen zu den giftigsten Tieren der Welt – die Schrecklichen Pfeilgiftfrösche (Phyllobatis terribilis).

Zwei ihrer Art leben im Tropen-Aquarium Hagenbeck zusammen mit den Grünen Hundskopfschlingern in der Grubenkammer. Da es sich bei den gelbschimmernden Fröschen um Nachzuchten handelt, sind diese weitgehend ungefährlich. Nur in der Natur finden sie die spezifische Nahrung aus Milben und Ameisen die ihnen die notwendigen Grundsubstanzen für ihre komplexen Gifte liefern. Die Gifte werden in Hautdrüsen produziert, verteilen sich auf der gesamten Körperoberfläche und schützen das Tier so vor Fressfeinden. Auch eingewöhnte Wildfänge verlieren ihre Giftigkeit aufgrund der andersartigen Ernährung.

Der winzige Pfeilgiftfrosch, der eine Größe von bis zu 60 Millimetern erreichen kann, lebt im Bodenlaub nahe der Pazifikküste Kolumbiens. Die tagaktiven Tiere fressen Milben, Ameisen, Spinnen, Insekten und werden auch Blattsteigerfrösche genannt. Ihr Gift (Batrachotoxin) ist ein sogenanntes Krampfgift und wirkt auf das Nervensystem, indem es bei seinem Opfer Muskel- und Atemlähmungen hervorruft. Die unterschiedlichen Färbungen der Pfeilgiftfrösche haben eines gemein: Mit ihren auffälligen Zeichnungen signalisieren sie ihre Ungenießbarkeit und schrecken Feinde ab.