Hagenbeck Tierpark - Hamburgs tierisches Original

Hamburgs tierisches Original

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12.06.2018

Alleinerziehender Vater von vier flauschigen Küken


© Hagenbeck

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Papa ist im Moment die ganze Welt für vier Nandu-Küken. Sie sind am 11. Juni geschlüpft und laufen ihrem Vater ständig hinterher, während fünf weitere Geschwister noch im Brutapparat auf die Familienzusammenführung warten. Bei den Nandus übernehmen die Männchen die gesamte Brutpflege, sie sind quasi alleinerziehend. Diese südamerikanischen  Laufvögel leben polygam: Der Hahn sichert ein Revier und schart möglichst viele Hennen um sich. Konkurrierende Männchen würde er mit Tritten und Schnabelhieben vertreiben. Aus diesem Grund gibt es auch nur einen Hahn bei Hagenbeck.

Eifrig und gewissenhaft baut er ein Nest, in das die Hennen nach und nach ihre Eier legen. Jedes von ihnen etwa so groß wie 12 Hühnereier. Der zukünftige Vater sitzt etwa 35 bis 45 Tage lang flach auf den Boden gepresst auf dem Nest. Die Weibchen lassen sich nur blicken, wenn sie ein neues Ei ablegen wollen. Während der Brutzeit ist das Männchen extrem aggressiv gegenüber allen Eindringlingen – selbst gegenüber den eigenen Hennen.

Sind die Küken geschlüpft, dreht sich für etwa sechs Monate das Leben des Nanduvaters nur um die Kleinen. Er bewacht sie aufmerksam und vertreibt weiterhin jeden Eindringling aus dem Revier. Doch jetzt dürfen sich die Hennen der Familie wieder anschließen. 

Die Küken geben ständig Pfeiflaute von sich, damit der Papa sie auch im hohen Gras wiederfinden kann. Mit Vorliebe zerrupfen und verspeisen die quirligen kleinen Nandu-Küken Salatköpfe und frisches Gemüse. Nach einem halben Jahr sind die Jungen bereits voll ausgewachsen. Erst dann kann das Geschlecht des Nachwuchses bestimmt werden.