Hagenbeck Tierpark - Hamburgs tierisches Original

Hamburgs tierisches Original

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14.07.2017

Dreifacher Nachwuchs im Hause Stachelschwein


© Hagenbeck

© Hagenbeck

Wie winzige Punks mit Strubbelfrisur – so wirken die drei Sprösslinge der Stachelschweine, die am 9. Juli das Licht der Welt erblickten. Und tatsächlich sind die Stacheln umgewandelte Haare, von denen das Nagetier ganz unterschiedliche Arten besitzt: von weichem Wollhaar über elastische Borsten bis zu den starren schwarzweiß geringelten Spießen. Einzelne Spieße können bis zu 40 Zentimeter lang werden und einen Durchmesser von bis zu 7 Millimetern haben. Doch die Stacheln der Babys sind anfangs wesentlich kürzer und noch weich, bieten kaum Schutz vor Feinden. Deshalb verbringen die Stachelschweinchen die ersten Tage nach ihrer Geburt in der warmen Wurfhöhle. Nach einigen Tagen verhärten sich die Stacheln und die pieksigen Mini-Punks laufen dann auch schon mal an Mamas Seite ins Außengehege.

Am Schwanz der Tiere befinden sich ihre ungewöhnlichsten Haare: die Stachelbecher. Fühlt sich ein Tier belästigt, schüttelt es den Schwanz und trampelt mit den Füßen. Die Stachelbecher schlagen aneinander und erzeugen einen beachtlichen Lärm. Beeindruckt diese Warnung nicht, bewegt sich der Nager mit aufgestelltem Stachelkleid rückwärts, bis sich die langen, sehr spitzen Spieße in den Angreifer bohren.

Ihren Namen tragen die Stachelschweine übrigens zu Unrecht, denn Schweine sind es nicht. Anhand ihrer Zähne ist zu erkennen, dass es sich um Nagetiere und somit um reine Pflanzenfresser handelt. Sehr gern verspeisen die Tiere Baumrinde und verschiedene Obstsorten. Da sie beim Fressen grunzen und schnauben hielt man sie zunächst fälschlicherweise für eine Art Schweine.

Wie sich das anhört und wie friedfertig Hagenbecks Stachelschweine sein können, wenn es Leckerbissen gibt, lässt sich täglich um 13.30 Uhr bei der Schaufütterung im Gehege Nr. 49 beobachten.