Hagenbeck Tierpark - Hamburgs tierisches Original

Hamburgs tierisches Original

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365 Tage tierisches Vergnügen
10.02.2017

Ein Drachenbaby für Mutter Pelikan


© Lutz Schnier

Nanu, was ist denn das? Ein kleiner grauer „Drache“ guckt unter den weiß-rosa Federn des Pelikans hervor. Es erinnert noch nicht mal ansatzweise an seine eleganten Eltern. Und doch will das winzige Schrumpelchen einmal ein stolzer Rosa Pelikan werden.

Während es die meisten Bewohner des Tierparks im Winter geruhsam angehen lassen, herrscht bei den Rosa Pelikanen jetzt äußerste Geschäftigkeit. Mit der einsetzenden Kälte im Herbst hatten die Vögel ihren Teich verlassen, um die nachfolgenden Monate im warmen Haus mit Brüten zu verbringen. Ihre Nester aus hochgetürmtem Heidekraut liegen so dicht beieinander, dass sich schwer sagen lässt, wo das eine anfängt und das andere aufhört. Die räumliche Enge gehört zur Brutkolonie, auch wenn es deswegen öfter Streitereien unter den großen Vögeln gibt.

Damit dabei keines der Eier zu Bruch geht, wenden die Tierpfleger einen Trick an: Sie entfernen die gerade gelegten Eier, legen sie in eine Brutmaschine, und schieben dem Brutpaar Gips-Exemplare unter. Nachdem Männchen und Weibchen etwa 30 Tage lang das künstliche Gelege abwechselnd bebrütet haben, machen die Tierpfleger den Tausch wieder rückgängig und das Küken erblickt im Beisein seiner Eltern das Licht der Welt. Nun sitzt der Nachwuchs gut geschützt unter dem wärmenden Bauch der Eltern. Innerhalb von 12 Wochen wird er die Größe von Mama und Papa erreichen. Doch auch dann hat der Jungvogel zunächst noch ein dunkles Gefieder, das erst nach zirka drei Jahren die charakteristische weiß-rosa Färbung annimmt.

Beeindruckend: Die Flügelspannweite ausgewachsener Pelikane beträgt rund 3,60 Meter. Männliche Tiere erreichen bei einer Körperlänge von 1,80 Meter ein Gewicht von bis zu 15 Kilogramm, Weibchen dagegen werden nur rund neun Kilogramm schwer.