Hagenbeck Tierpark - Hamburgs tierisches Original

Hamburgs tierisches Original

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365 Tage tierisches Vergnügen
01.06.2017

Noch ganz klein, aber schon ein „Herz ohne Furcht“


© Lutz Schnier

Naninga (bedeutet „Herz ohne Furcht“) heißt der neue Star in der Wapiti-Anlage. Am 31. Mai erblickte das männliche Hirschkalb das Licht der Welt. Meist liegt der Kleine gut getarnt an einem Reisighaufen. Dort wartet er geduldig, bis ihn seine Mutter Winnipeg ruft.

Die weißen Flecken im Fell sind für den Wapitinachwuchs Tarnung, weil sie das Spiel von Licht und Schatten perfekt imitieren. Zusammen mit dem bewegungslosen Verharren dient dieses Verhalten dem Schutz und damit dem Überleben der Jungtiere.

Die hellen Tarnflecken verschwinden im Alter von etwa drei Monaten. Weitere drei Monate wird der Mini-Hirsch dann noch von Mama gesäugt und lernt langsam Gras zu fressen. Dann dauert es noch etwa drei bis vier Jahre, bis Naninga langsam zu einem imposanten Hirsch mit mächtigem Geweih heranwächst.

Wapitis bewohnen als eine der größten nordamerikanischen Wildtierarten lichte Wäldern oder Gebiete am Waldrand. Sie leben in kleineren Herden und sind dabei sehr standorttreu. Ausgewachsene Männchen können ein Gewicht von bis zu 450 Kilogramm erreichen. Davon ist Naninga mit seinem Geburtsgewicht von etwa 15 Kilogramm allerdings noch weit entfernt. Das Wort „Wapiti“ stammt aus der Sprache der Shawnee-Indianer und bedeutet „weißes Hinterteil“.  

Im Tierpark Hagenbeck lebt die Wapiti-Herde zusammen mit den Wild-Truthühnern auf einer großzügigen Anlage im Nordamerika-Teil des Tierparks (Gehege-Nr. 62).