Hagenbeck Tierpark - Hamburgs tierisches Original

Hamburgs tierisches Original

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20.07.2017

Weich, winzig – und äußerst wehrhaft


© Götz Berlik

Es ist so klein und so flauschig – doch wenn es erst groß ist, dann ist es mit Vorsicht zu genießen. Das niedliche Tschaja-Küken, das hinter seinen Eltern über die Storchenwiese wuselt, gehört zu den Wehrvögeln. Den zwei spitzen, scharfen und bis zu fünf Zentimeter langen Spornen an den Flügelansätzen verdanken die zu den Gänsevögeln gehörenden Tschajas diesen Namen. Bei Gefahr blasen sie ihren Hals auf und nehmen eine Drohhaltung an, bei der die messerscharfen Sporne sichtbar werden. Damit würden sie bei einem Angriff auch problemlos den Gummistiefel eines Tierpflegers aufschlitzen. Daher sollte man sich diesen Vögeln nur mit Vorsicht nähern, denn Tschajas sind territorial und verteidigen ihr Revier. Haben sie Küken, sind die in Einehe lebenden Elterntiere besonders wachsam.

Die Jungvögel mit dem gelben bis rotbraunen Dunenkleid sind Nestflüchter und picken eigenständig nach Insekten und deren Larven. Beide Elterntiere kümmern sich rührend um den Nachwuchs, der mit etwa 75 Tagen selbständig wird. Mit etwa einem Jahr werden die Jungvögel geschlechtsreif.

Tschajas können zwar fliegen, tun es aber selten. Auf dem Boden bewegen sie sich sicher und gewandt. Sie bewohnen tropische und subtropische Feuchtgebiete, Teiche und Sumpfgebiete sowie waldnahe Seen. Der gesamte Körperbau ist, besonders durch die langen Beine, hervorragend an das Leben auf sumpfigen Boden angepasst. Auch wenn Tschajas überwiegend auf dem Boden leben, so verbringen sie die Nacht in der Regel auf Schlafbäumen. Die ausgewachsenen Vögel ernähren sich hauptsächlich von Wasserpflanzen, Laub, Sämereien und Körnern. Insekten und Kleingetier ergänzen den Speiseplan.