Hagenbeck Tierpark - Hamburgs tierisches Original

Hamburgs tierisches Original

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08.11.2017

Acht behaarte Beine mit roten Knien


© Hagenbeck

Die Rotknie-Vogelspinne (Brachypelma smithi) ist neu im Tropen-Aquarium und lebt im Schrank in der Grubenkammer. Ihre direkten Nachbarn sind wandelnde Geigen, ein Skorpion, Baumpythons und Pfeilgiftfrösche. Der Neuzugang ist noch ziemlich schüchtern. Sobald das sensible Tier zu viel Unruhe über seine hochentwickelten Sensoren empfängt, versteckt es sich hinter einem Holzstück. Besucher können dann meist nur ein paar Beine mit den namensgebenden roten Knien entdecken.

Ursprünglich stammt die etwa 15 Gramm schwere und vier bis acht Zentimeter große Spinne aus Mexiko. In ihrer Heimat wurde sie so häufig für Handel und Export gefangen, dass der Bestand rasend schnell reduziert wurde. 1985 wurde sie daher als erste Spinnenart überhaupt in den Anhang II des Washingtoner Artenschutzabkommens aufgenommen und ist seitdem besser geschützt. 

Fühlt die Spinne sich angegriffen oder gereizt, streift sie mit den hinteren Laufbeinen die sogenannten Brennhaare auf ihrem Hinterleib ab und schleudert sie dem Angreifer entgegen. Diese verursachen einen starken Juckreiz auf der Haut und Entzündungen der Schleimhäute. Die abgestreiften Brennhaare werden mit jeder Häutung ersetzt. Die Rotknie-Vogelspinne ernährt sich vorwiegend von kleinen wirbellosen Tieren und allem, was sie sonst noch überwinden kann, wie kleine Echsen oder Nagetiere. 

Je nach Nahrungsangebot dauert es fünf bis zehn Jahre, bis die Jungtiere geschlechtsreif sind. Nicht selten wird das Männchen nach der Paarung vom Weibchen gefressen. Etwa vier bis zwölf Wochen nach der Paarung baut das Weibchen einen Kokon, in den es zwischen 300 und 1000 Eier legt.