Hagenbeck Tierpark - Hamburgs tierisches Original

Hamburgs tierisches Original

Tickets u. Jahreskarten gibt es hier

Tickets und Jahres-
karten gibt es hier
19.02.2016

Das große Krabbeln – Blattschneiderameisen auf Wanderschaft


© Hagenbeck - Einsicht in die Pilzkammer

© Hagenbeck - Röhrensystem

© Hagenbeck - Futterzylinder

Lange Zeit waren die Blattschneiderameisen (Atta cephalotes) im Tropen-Aquarium nicht zu sehen. Nach dem Umbau der alten Anlage und der Erweiterung ihres Wegesystems können die flinken Insekten jetzt wieder beobachtet werden. 

Neue Gänge, neue Kammern und viel mehr Platz für Erkundungen – die Blattschneiderameisen  haben ihr neues Zuhause in Hamburgs Tropen bezogen. Das weitläufige Röhrensystem verläuft im Grubengang über den Köpfen der Besucher hinweg und bietet spannende Einblicke. Rund 30 Meter müssen die Tiere zwischen ihrer Pilzkammer und dem Futterplatz zurücklegen. 

Nach ihrem Einzug schickten die emsigen Tierchen Kundschafter los. Diese erkundeten die Wege und setzten Duftmarken für ihre Artgenossen, nachdem sie die Futterquelle entdeckt hatten. So gelangen die Arbeiterinnen auf dem schnellsten und sichersten Weg zum Ziel – dem gläsernen Futterzylinder. Hier versorgen sich die Winzlinge mit Blattstückchen, indem sie mit ihren Schneidwerkzeugen Stücke des Blattes abtrennen. 

Mit dem Blatt auf dem Rücken machen sie sich auf den Weg zurück zur Pilzkammer. Hier angekommen, zerkauen die rotbraunen Tiere ihr Blattwerk und nähren damit den Pilz, in dem die Ameisenkönigin lebt. Das Zerkaute dient als Substrat und regt das Wachstum des Pilzes an. Das schwammige und luftige Gebilde mit vielen, kleinen Tunnelröhren dient den Tieren als Nahrung. 

Durch eine entsprechende Beleuchtung in den Gängen der Höhlenwelt können die Blattschneiderameisen auf ihrem langen Weg gut beobachtet werden. Auch in der Natur legen Blattschneiderameisen Strecken bis zu 100 Metern zurück.

Unglaublich: Blattschneiderameisen werden bis zu 15 Millimeter groß und können das Zehnfache ihres eigenen Körpergewichtes tragen. Symbiontische Bakterien auf dem Körper der Ameisen produzieren ein Antibiotikum, das den Pilz vor Bakterien schützt.