Hagenbeck Tierpark - Hamburgs tierisches Original

Hamburgs tierisches Original

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15.01.2016

Erstes Mini-Erbeerfröschchen steht auf eigenen Beinen


Nachwuchs © Hagenbeck

Muttertier mit Quappe auf dem Weg zur Bromelie © Hagenbeck

So winzig und doch schon eine Sensation! Noch nicht einmal einen Zentimeter misst das erste Jungtier der Erdbeerfröschchen (Oophaga pumilio). Es ist damit knapp halb so groß wie seine Eltern und eine perfekte Kopie von ihnen. Lediglich die geringere Größe und winzige schwarze Punkte auf seiner roten Haut weisen ihn als Baby aus. „Wir sind sehr stolz auf unseren Zuchterfolg“, sagt Tierpfleger Florian Ploetz, „die Erdbeerfröschchen ziehen ihren Nachwuchs komplett allein, ohne unsere Hilfe, groß.“ Und der Aufwand, den diese Amphibien dafür betreiben ist sehr intensiv. Das Weibchen legt zwei bis fünf Eier, die vom Männchen ständig feucht gehalten werden. Dafür nimmt es Wasser über die Haut auf und transportiert es zu den Eiern. Zusätzlich wird der Laich auch mit Urin benetzt, das schützt die Eier vor dem Verpilzen.

Nach etwa ein bis zwei Wochen durchbrechen die Quappen die Gallerte der Eier. Nun trägt das Weibchen die Mini-Quappen nach und nach in kleine Wasseransammlungen. Bei Hagenbeck dienen die Blattachseln der Bromeliengewächse als Aufzuchtstation der Kaulquappen. Sind alle Quappen sicher abgelegt, sucht das Muttertier die Bromelien regelmäßig auf, um ihre zukünftigen Hüpfer mit unbefruchteten Eiern zu versorgen. Sie dienen den Kaulquappen als einzige Nahrungsquelle bis zur Umwandlung zum Frosch.

Jetzt – nach fast zwei Monaten – hat der erste Jungfrosch sein Minibiotop verlassen und hüpft eigenständig durch die Anlage.  

Die tagaktiven Erdbeerfröschchen leben zusammen mit Gestreiften Baumsteigerfröschen in einer Biotop-Anlage der Höhlenwelt, direkt neben der Einsicht in die Riesenschlangenhöhle.