Hagenbeck Tierpark - Hamburgs tierisches Original

Hamburgs tierisches Original

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19.11.2015

Erstmals Nachwuchs bei den Erbeerfröschchen


© Hagenbeck

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Erdbeerfröschchen (Oophaga pumilio) betreiben eine sehr intensive Brutpflege. Daher ist die Freude groß, dass nach dem Einzug der Amphibien vor knapp einem Jahr im Tropen-Aquarium die erste Aufzucht kleiner Kaulquappen beobachtet werden kann. 

Erdbeerfrösche gehören zur Familie der Baumsteigerfrösche und legen zwei bis fünf Eier, die vom Männchen ständig feucht gehalten werden. Dies gelingt dem Tier, indem es Wasser über die Haut aufnimmt und zu den Eiern transportiert. Diese können dann nicht nur mit Wasser, sondern auch mit Urin benetzt werden, damit sie nicht austrocknen und verpilzen. 
 Nach etwa ein bis zwei Wochen durchbrechen die Quappen die Gallerte der Eier. Nun trägt das Weibchen die Mini-Quappen nach und nach in kleine Wasseransammlungen. Bei Hagenbeck dienen die Blattachseln der Bromeliengewächse als Aufzuchtstation der Kaulquappen. Sind alle Quappen sicher abgelegt, sucht das Muttertier die Bromelien regelmäßig auf, um ihre kleinen Hüpfer mit unbefruchteten Eiern zu versorgen. Sie dienen den Kaulquappen als einzige Nahrungsquelle bis zur Umwandlung zum Frosch. Nach rund zwei bis drei Monaten sind die Jungfrösche soweit, ihr Minibiotop zu verlassen und eigenständig durch die Anlage zu hüpfen. 

Die tagaktiven Erdbeerfröschchen leben zusammen mit Gestreiften Baumsteigerfröschen in einer Biotop-Anlage der Höhlenwelt, direkt neben der Einsicht in die Riesenschlangenhöhle.