Hagenbeck Tierpark - Hamburgs tierisches Original

Hamburgs tierisches Original

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17.12.2015

Klettern, schwimmen, nicken – Die Echse mit dem Segelschwanz


© Hagenbeck

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Um diese Tiere zu entdecken, muss niemand lange suchen. Allein aufgrund ihrer körperlichen Größe fallen die drei Philippinischen Segelechsen ins Auge. Die beiden Weibchen und das deutlich größere Männchen leben im Biotop am Dschungelpfad, direkt vor dem Riesenschlangenfluss. Trotz ihrer Größe und ihres Gewichts sind die zu den Agamen gehörenden Echsen gute Kletterer. Ein Blick auf schwerer zugängliche Baumwurzeln oder Felsvorsprünge lohnt sich bestimmt. 

Die Segelechsen leben auch auf den Philippinen in dicht bewachsenen Uferregionen in unmittelbarer Nähe zum Wasser. Ihr abgeflachter Schwanz macht sie zu guten Schwimmern. Es wurde sogar beobachtet, dass die Tiere sich auf Bäumen aufhalten und sich bei Gefahr einfach ins Wasser fallen lassen. Auch wenn das Aussehen der Segelechsen ein wenig martialisch anmutet und an Drachen oder Dinosaurier erinnert, sind sie keine Räuber. Die Tiere ernähren sich vorwiegend von pflanzlicher Kost. Hin und wieder werden auch Insekten und deren Larven verspeist.

Die Philippinische Segelechse (Hydrosaurus pustulatus) ist mit einer Gesamtlänge von bis zu 1,10 Meter eine der größten Agamenarten. Weibliche Tiere bleiben mit einer Gesamtlänge von 90 Zentimetern etwas kleiner. Das große Hautsegel auf dem langen Schwanz, das den Echsen ihren Namen gegeben hat, erreicht beim Männchen eine Höhe von sieben Zentimetern und erstreckt sich von der Schwanzwurzel aus über den halben Schwanz. Beim Weibchen ist dieses Segel nicht so stark ausgeprägt. Auch das netzartige Muster auf der braunen Haut ist bei Männchen intensiver als beim Weibchen.

Segelechsen leben in Gruppen von einem männlichen und mehreren weiblichen Tieren. Sie erreichen die Geschlechtsreife im Alter von etwa zwei Jahren. Wie es typisch für Agamen ist, macht das Männchen mit heftigem Kopfnicken auf sich aufmerksam. Ist ein Weibchen paarungsbereit, dann besteigt er es und verbeißt sich in ihrem Nacken. Nach einer Trächtigkeit von rund zehn Wochen werden 10 bis 16 Eier in feuchtem Sand abgelegt. Nach 75 bis 90 Tagen schlüpfen daraus die Jungtiere.