Hagenbeck Stiftung - Hamburgs tierisches Original

Hamburgs tierisches Original

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03.06.2014

Schutzmaßnahmen für bedrohte Wildtiere


Impfung von Nutztieren © WTI

Panzernashörner, Bengalische Tiger, Asiatische Elefanten, Schweinshirsche oder Kragenbären gehören zu den gefährdeten Tieren im indischen Bundesstaat Assam. Die Stiftung Hagenbeck unterstützt die Indische Naturschutzorganisation Wildlife Trust of India (WTI) beim Schutz dieser von der Ausrottung bedrohter Tierarten. Unterschiedlichste Maßnahmen und vor allem indirekter Artenschutz sollen das Überleben der gefährdeten Arten langfristig sichern.

Die wohl effektivste Form des Artenschutzes vor Ort ist das Impfen von Nutztieren wie Rindern oder Ziegen, die außerhalb der Naturschutzgebiete leben. Denn sie übertragen häufig vorkommende und gefährliche Krankheiten wie Maul-und Klauenseuche, Rinderpest, Milzbrand oder die Blauzungen-Krankheit auf die Wildtiere. Die Impfungen der Nutztiere schützen bedrohte Arten langfristig vor einer Ansteckung mit diesen Krankheiten. Allein im Jahr 2013 förderte die Stiftung Hagenbeck die Impfung von fast 600 Rindern und Ziegen rund um die Naturschutzgebiete.

Ein nicht weniger bedeutendes Schutzprojekt sind die tierischen Krankenwagen. Sie sind mit Pflegern und Tierärzten 24 Stunden einsatzbereit. Diese mobilen Tierkliniken, die mit Geldern der Stiftung Hagenbeck unterstützt werden, kommen etwa zum Einsatz, wenn ein Tier angefahren wurde, sich Jungtiere verirrt haben oder ein Arbeitselefant dringend Hilfe braucht. Mithilfe einer Notrufnummer können die mobilen Tierkliniken jederzeit alarmiert werden.

Die Projektregion im Nordosten Indiens ist mit etwa 45 Millionen Bewohnern stark bevölkert. Da die Naturschutzreservate direkt an menschliche Siedlungen grenzen, kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Mensch und Wildtier. Auf der Suche nach Nahrung geraten zum Beispiel Asiatische Elefanten auf landwirtschaftlich genutzte Flächen. Sie werden als Bedrohung wahrgenommen und aus Angst und Unwissenheit von den Menschen verletzt oder sogar getötet. Im Konfliktfall schreiten die Mitarbeiter von Wildlife Trust of India (WTI) ein, schlichten die Situation und versorgen direkt vor Ort verletzte Tiere.

Um Konflikte bereits im Voraus zu vermeiden, informieren die Tierschützer die Bevölkerung über das angemessene Verhalten, wenn von der Herde getrennte, in Not geratene oder verletzte Tiere auftauchen. Darüber hinaus werden Transparente in besiedelten Gebieten sowie auf Straßen aufgehängt und Informationszettel verteilt.

Dieser Einsatz vor Ort ist in jeder seiner Facetten enorm wichtig. Durch menschlichen Kontakt und beherztes Eingreifen der indischen Naturschützer werden Brücken von Mensch zu Mensch gebaut, die helfen Verständnis für die Situation der von der Ausrottung bedrohten Tiere zu wecken. 

Die Stiftung Hagenbeck, die das Schutzprogramm für bedrohte Arten in Indien mit jährlich rund 15.000 Euro fördert, freut sich über jeden finanziellen Beitrag, der dazu beiträgt, diese Grundlagenarbeit zum Wohl der Wildtiere auch weiterhin leisten zu können.