Hagenbeck Stiftung - Hamburgs tierisches Original

Hamburgs tierisches Original

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Drei Generationen leben jetzt in einer Herde

Kanja kurz nach der Geburt am 11. Januar 2016. © Hagenbeck
Anjuli (links) und Kanja - zwei die sich richtig gutverstehen. © Lutz Schnier

Die Freude war riesig, als Mitte Januar ein niedlicher Minifant im Tierpark das Licht der Welt erblickte. Denn der kleine Asiatische Elefant Kanja ist etwas ganz Besonderes: Er gehört bereits zur zweiten Generation, die im Tierpark geboren wurde, denn auch seine Mutter Kandy ist eine gebürtige Hamburgerin.

Nun leben drei Elefanten-Generationen bei Hagenbeck unter einem Dach. Und noch nie ging es in dieser Rüsseltruppe harmonischer zu. Mutter Kandy, Oma Yashoda, Tante Anjuli und auch die anderen schwergewichtigen Damen kümmern sich liebevoll um den neugeborenen Wirbelwind.

Kanja ist ein Herz und eine Seele mit seiner nur wenige Monate älteren Tante Anjuli, die aufgrund des gemeinsamen Vaters Gajendra auch seine Halbschwester ist. Das im Juli 2015 bei Hagenbeck geborene Mädchen scheint sein großes Vorbild zu sein, denn der Kleine ahmt sie in jeder erdenklichen Situation nach. 

Kanja und Anjuli sind Nachkommen einer stark von der Ausrottung bedrohten Tierart. Nach optimistischen Schätzungen gibt es nur noch 30.000 Asiatische Elefanten. Weltweit wird alle 15 Minuten ein Elefant von Wilderern getötet – aus reiner Profitgier. Denn Elfenbein ist eine lukrative Einnahmequelle. 

Zudem bedroht der schwindende Lebensraum die Asiatischen Elefanten. Freilebende Dickhäuter sind nur noch in kleinen Populationen anzutreffen. Ihre traditionellen Wanderrouten sind von menschlichen Siedlungen und Plantagen durchtrennt, was den genetischen Austausch zwischen den Gruppen erschwert. So haben die Dickhäuter im Freiland kaum eine Überlebenschance!

Umso wichtiger ist es, dass die bedrohten Riesen bei Hagenbeck eine geschützte Arche Noah gefunden haben. Asiatische Elefanten haben im Hamburger Tierpark eine lange Tradition und gehören schon seit der Eröffnung im Jahr 1907 zu den Bewohnern. Aktuell leben elf Rüsselträger hier. Immer wieder trägt Hagenbeck durch Nachzuchten zum Überleben bei. Der Tierpark beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP), einem Projekt, das geeignete Elefanten aus Zoologischen Gärten in ganz Europa zu Zuchtzwecken zusammenführt, um für gesunden Nachwuchs zu sorgen.

Die Geburten von Kanja und Anjuli zeigen, dass sich die Bemühungen für den Artenschutz lohnen. Die Haltung und Nachzucht Asiatischer Elefanten ist jedoch mit enormen Kosten verbunden. Die Stiftung Hagenbeck greift dem Tierpark daher bei vielen Projekten finanziell unter die Arme. 

Wir würden uns freuen, auch Sie zu den Unterstützern für das Überleben des Asiatischen Elefanten zu zählen. Mit Ihrer Spende von vielleicht 15, 25 oder 50 Euro tun Sie viel Gutes.