Hagenbeck Tierpark - Hamburgs tierisches Original

Hamburgs tierisches Original

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Der jüngste Nachwuchs

© Götz Berlik

Im Tierpark Hagenbeck gibt es das ganze Jahr über niedlichen Nachwuchs in allen Revieren zu sehen. Hier erfahren Sie mehr über die kleinen Tiere.
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© Lutz Schnier

Afrikanischer Löwe

Wissenschaftlicher Name:
Panthera leo
Herkunft:
Afrika
 

Die „Löwenschlucht“ im Tierpark Hagenbeck ist die erste gitterlose Raubtier-Freisichtanlage der Welt. Die Zementkante jenseits des 7 Meter breiten Wassergrabens ist eine zusätzliche Sicherung gegen Weitspringer, da sie den Löwen einen ungünstigen Absprung bietet. Die Maße für Hoch- und Weitsprünge der Raubtiere ermittelte Carl Hagenbeck bei seinen Tierdressuren. Im Felsinneren befinden sich die Nachtstallungen für die Tiere. Nebenbei bemerkt: Manch schläfrig wirkender Löwe ist hellwach.

Der Afrikanische Löwe (Panthera leo) war ursprünglich in ganz Afrika über Vorderasien bis nach Indien verbreitet. Heute leben sie in Afrika südlich der Sahara sowie in einem Naturschutzgebiet auf der indischen Halbinsel Kathiawar. 

Löwen sind nach den Tigern (Panthera tigris) die zweitgrößten Großkatzen. Sie entstammen einer gemeinsamen Linie mit dem Tiger und sind mit Leoparden und Jaguaren eng verwandt. Noch heute sind Tiger und Löwen paarungsfähig und bringen zum Teil sogar fortpflanzungsfähige Nachkommen zur Welt. Die ursprüngliche Heimat ist Afrika, Südeuropa und der Nahe Osten, während der Späteiszeit verdriftete die Ursprungsart und es entwickelte sich im Westen der “Höhlenlöwentyp” und im Osten der Tiger. In Afrika kommen daher keine Tiger vor, dafür aber Rest einer Löwenpopulation in einem Schutzgebiet in Indien. Löwen und Tiger leben normalerweise in unterschiedlichen Biotopen, Löwen findet man typischerweise in Steppenregionen, Tiger in Dschungelgebieten.

Löwen leben in Rudeln, welche aus mehreren Weibchen und einer Reihe Jungtiere verschiedenen Alters bestehen und immer von einem starken Männchen angeführt werden. Die Nahrungsbeschaffung ist ausschließlich Aufgabe der Weibchen, die in der Regel in den kühlen Morgen- oder Abendstunden jagen. Hierzu schleichen sie sich so weit wie möglich an um dann aus der Deckung heraus anzugreifen. Obwohl die Jagd ausschließlich Aufgabe der Weibchen ist, frisst das Männchen immer zuerst von der Beute, danach fressen dann die Weibchen. Die Jungen fressen immer zuletzt, was bei extremem Nahrungsmangel oftmals zum Verhungern der Jungtiere führt. Löwen jagen nicht nur selbst, sie nehmen auch gerne Aas.