Hagenbeck Tierpark - Hamburgs tierisches Original

Hamburgs tierisches Original

Hagenbeck – ein „Kunstwerk“ vieler Generationen

© Hagenbeck

1848   
Der Fisch-Händler Gottfried Claes Carl Hagenbeck stellt sechs Seehunde in Hamburg St. Pauli aus.

1863
betreibt er ein kleines Tierhandelsgeschäft in Hamburg, Spielbudenplatz 19.

1866
übernimmt der älteste Sohn, Carl Hagenbeck, das Geschäft des Vaters. Rasch baut er es aus und macht es zum größten Tierhandelshaus der Welt. Er eröffnet am Neuen Pferdemarkt 13 „Hagenbeck´s Thierpark“.

1875 
Mit einer Familie aus Lappland beginnen die „großen Völkerschauen“. Es folgen Nubier, Inuits, Massais und andere.

1887
Carl Hagenbeck eröffnet seinen ersten Zirkus.

1892
tritt eine Löwengruppe im Pariser Nouveau Cirque auf. Hagenbeck hat die Raubkatzen nach seiner Methode der „zahmen Dressur“ ausgebildet.

1896
entwickelt er die erste gitterlose Freianlage der Welt und meldet sie an zum Patent. Er erfindet auch ein transportables Freigehege: Mit dem „Nordland Panorama“ geht er auf Reisen.

© Hagenbeck

1907
eröffnet der erste gitterlose Tierpark der Welt in Stellingen – damals noch ein preußisches Dorf vor den Toren Hamburgs. Die Idee der artgerechten Präsentation exotischer Tiere in ihren natürlichen Lebensraum ist damals revolutionär und bis heute wegweisend. Viele zoologische Gärten ahmen sie nach. Die Söhne Heinrich und Lorenz Hagenbeck, führen das Lebenswerk ihres Vaters weiter.

1916
Lorenz gründet den neuen Circus Carl Hagenbeck. Er bereist fast die ganze Welt und macht den Namen der Familie bekannt.

1943
hat der Krieg den Tierpark in Stellingen komplett zerstört. Doch die Familie Hagenbeck und die nachfolgenden Generationen bauen ihn mit enormem Einsatz wieder auf. Schöner und größer denn je entsteht er neu.

2003
verändert sich das Gesicht des Tierparks entscheidend. Hagenbeck erlebt seinen größten Umbau seit 60 Jahren: Der Haupteingang wird an die Koppelstraße verlegt, ein nepalesischer Pagoden-Tempel schmückt den neuen Zugang. Nun liegt der Park ganz nah an der U-Bahnstation Hagenbecks Tierpark. Der ehemalige Haupteingang, das historische Jugenstil-Tor, bleibt neben dem Bären-Gehege als historisches Ensemble erhalten.
Zum ersten Mal erblickt in Deutschland ein Asiatisches Elefantenbaby in der Herde das Licht der Welt. Dickhäuter-Mädchen „Kandy“ wird einer der Publikums-Lieblinge im Tierpark.

2004 
Zum zweiten Mal wird ein Elefantenbaby im Kreis seiner Familie geboren. Der kleine „Thai“ tobt sich schnell in die Herzen der Gäste.

2006 
Im November eröffnet der Tierpark seine neue Elefanten-Freilaufhalle – ein wichtiger Schritt für die möglichst natürliche Haltung einer Elefantenherde. Die Besucher können die Tiere nun auch bei schlechtem Wetter und im Winter in der Herde erleben.

2007
Der Tierpark Hagenbeck feiert sein hundertjähriges Bestehen. Im Mai 1907 eröffnete Gründer Carl Hagenbeck seinen Tierpark der Zukunft. Jetzt weiht Hagenbeck im gleichen Monat seine neue, wetterunabhängige Ganzjahres-Attraktion ein: das Tropen-Aquarium Hagenbeck. Schon nach wenigen Monaten bricht das Erlebnis-Aquarium mit Tropen-Welt alle Besucher-Rekorde im Norden. Den 24-Millionen-Euro-Bau finanzierten die Hansestadt Hamburg und der Tierpark Hagenbeck zu gleichen Teilen.
Im April wird Jubiläums-Elefantin „Shila“ geboren. Außerdem erzielt Hagenbeck neue Zuchterfolge bei bedrohten Tierarten wie den südamerikanischen Riesenottern, den Chinesischen Leoparden, den Onagern und den Mandschuren-Kranichen. Im Sommer folgt der erste Spatenstich für das vierte Standbein des erheblich gewachsenen Unternehmens: Der Bau am Lindner Park-Hotel Hagenbeck beginnt. Im Jubiläumsjahr übertreffen die Besucherzahlen sowohl im Tierpark, als auch im neuen Tropen-Aquarium alle Erwartungen.

In sechster Generation leiten die beiden Direktoren Joachim Weinlig-Hagenbeck (Finanzen, Marketing) und Dr. Stephan Hering-Hagenbeck (Zoologie, Gehegebau) heute gemeinsam den Tierpark.

2009
Seit der Eröffnung des Tierparks im Jahr 1907 war die historische Eismeer-Anlage Heimat für Tiere der Arktis und der Antarktis. Doch nach über hundert Jahren war dieses unverwechselbare Panorama so baufällig, dass die Anlage abgerissen werden musste. Im November 2009 wurde der erste Spatenstich für das neue Eismeer gesetzt. Das 20 Millionen Euro teure Projekt soll im Frühjahr 2012 fertig gestellt sein.