Kattas hautnah
Wenn Sie das Tropen-Aquarium Hagenbeck betreten, tauchen
Sie ein in eine fremdartige Welt. Nach den ersten Schritten stehen
Sie inmitten eines verlassenen Dorfes auf Madagaskar. Buntgefiederte
Gebirgs-Loris, kleine Papageien, fliegen durch die flirrende Luft.
Halbaffen mit schwarz-weiß geringelten Schwänzen – die Kattas – hangeln sich in der milden Wärme über die Ziegel gedeckten Hütten.
Da die geselligen Kattas im Gegensatz zu vielen anderen
Lemurenarten tagaktiv sind und sich auch gern auf dem Boden aufhalten, sind hautnahe Begegnungen mit den Besuchern möglich. Aufrecht sitzend, Bauch und
Gesicht dem Licht zugewandt und die Arme weit ausgebreitet, nehmen
diese katzengroßen Lemuren gern Sonnenbäder. Sie bevorzugen pflanzliche Kost, doch werden hin und wieder ein paar Insekten nicht verschmäht.
Wie viele Halbaffen sind auch die Kattas durch die Abholzung des Walds
bedroht. Im Tropen-Aquarium werden sie innerhalb des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms gezüchtet. Nach etwa 130 Tagen kommt ein Baby (Zwillinge sind selten) zur Welt und wird ungefähr fünf bis sechs Monate gesäugt. Wie bei den Menschen kommt auch der Nachwuchs dieser Lemuren mit blauen Augen auf die Welt. Erst mit zunehmendem Alter werden die Augen orangegelb.
In der Welt der Kattas haben die Frauen das Sagen! Die Weibchen leben in festen Familien mit einer strengen Rangordnung. Männchen werden nur geduldet, sie sind keine Mitglieder der Gruppe. Deshalb muss auch das einzige männliche Tier der Katta-Familie im Tropen-Aquarium damit leben, im Rang unter allen Weibchen zu stehen.
Unsere Tiere von Alpaka bis Zwergzebu
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