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Zuchtpaar der Nordchinesischen Leoparden vereint

Der Nordchinesische Leopard ist eine der am stärksten gefährdeten Leoparden-Unterarten weltweit. Als Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für diese Leopardenart verantwortet Hagenbecks Zootierarzt Dr. Michael Flügger die Zucht dieser Tiere in den europäischen Zoos und hilft so, die seltenen Raubkatzen zu erhalten.

Da die meisten Leoparden dieses Zuchtprogramms miteinander verwandt sind, machte sich Flügger auf die Suche nach blutsfremden Tieren und wurde nach über zehn Jahren jetzt in Korea fündig. „Unser Zuchtprogramm für diese Unterart ist das einzige weltweit. Deshalb war ich sehr glücklich, mit Bum-I ein neunjähriges Männchen zu finden, das im Oktober 2020 im Tierpark ankam."

Mit Naoli, einem zweijährigen Weibchen aus dem französischen Thoiry, das am 12. Dezember 2020 in den Tierpark Hagenbeck umsiedelte, ist das neue Leoparden-Traumpaar jetzt perfekt. Für eine sanfte Eingewöhnung verbrachte die junge Katze die ersten Wochen allein im kleineren Mutter-Kind-Bereich, bevor sie ins große Gehege umzog. Kater Bum-i verbrachte diese Zeit nebenan erst im großen und dann im kleinen Gehege. Auf diese Weise konnten sich beide Raubkatzen sehen, hören und riechen und so langsam aneinander gewöhnen.
„Naoli ist ein sehr schüchternes Weibchen und sollte sich im Gehege erst soweit zurechtfinden, damit sie den Annäherungsversuchen Bum-is aus dem Weg gehen konnte", erklärt Reviertierpfleger Volker Friedrich die Strategie der Zusammenführung.

Anfang des Jahres war es dann soweit: Die beiden Nordchinesischen Leoparden trafen zum ersten Mal aufeinander, und Bum-i verpasste Naoli erwartungsgemäß ein paar Prankenhiebe auf die Nase, um zu demonstrieren, wer das Sagen hat.
„Für Raubkatzen eine normale Reaktion, auf die wir vorbereitet waren", so Dr. Flügger, „spätestens, wenn die Katze rollig wird, kommen sie sich näher."

Nach einer erfolgreichen Paarung bringt die Leopardin nach einer kurzen Tragzeit von 90 bis 105 Tagen meist zwei bis vier Jungtiere auf die Welt. Jetzt heißt es warten.

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