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Seltener Nachwuchs bei den Kragenenten

Es ist das erste Mal, dass sich Hagenbeck über Nachwuchs bei den Kragenenten (Histrionicus histrionicus) freuen kann. Still und leise hat sich das Muttertier ein Nest im Hang der Seevogel-Voliere gebaut, die Coronabedingt im Moment von den Besuchern nicht betreten werden kann.
Da die Tierpfleger sich nicht sicher waren, ob die kleinen Enten nach dem Schlupf in der großen Voliere überleben, wurden die Eier im Inkubator ausgebrütet. Mithilfe spezieller Aufzugswannen, viel UV- und Rotlicht sowie bestimmtem Futter haben sich die Küken gut entwickelt und schnattern seit Anfang August durch die Seevogel-Voliere des Eismeers im Tierpark Hagenbeck.

„Da Kragenenten als Wildtiere hohe Ansprüche an ihre Haltung, die Futterqualität und das Wasser haben, ist es nicht ganz unkompliziert, diese Meeresenten zu halten und zu züchten. Daher sind wir besonders stolz und glücklich, dass uns diese Zucht gelungen ist, freut sich Astrid Köhler", Tierpflegerin im Eismeer. In Europa halten nur sieben Tierparks Kragenenten.

Kragenenten brüten bevorzugt an schnell fließenden Gewässern. Ihre Nester errichten die Enten am Boden, verborgen im Dickicht. Ausschließlich das Weibchen kümmert sich um das Gelege und den Nachwuchs, der sich nur einmal im Jahr einstellt. Mit 40 Tagen sind die Küken flügge.
Mit einer Größe von rund 45 Zentimetern und einem Gewicht von etwa 750 Gramm ist die Kragenente die kleinste Entenart Europas. Ihr kleiner, kurzer Schnabel sowie ihre hohe Stirn und der rundliche Kopf sind kennzeichnend für diese Entenart. Das Prachtkleid der Erpel besticht durch ein auffällig blauschwarz gefärbtes Gefieder mit rötlich-braungefärbten Flanken sowie weißen Längsbändern an Hals, Bauch und Kopf. Der weiße Farbfleck hinter dem Ohr ist ein weiteres Merkmal der Kragenenten. Weibchen hingegen sind einheitlich dunkelbraun gefärbt, weisen aber ebenfalls den weißen Farbfleck am Ohr auf.

Das Verbreitungsgebiet der Kragenenten beschränkt sich auf die nördlichen Regionen Asiens und Amerikas. Das einzige europäische Brutgebiet befindet sich auf Island. Die letzte Sichtung von Kragenenten in Deutschland war um 1980 an der Küste Schleswig-Holsteins. Für Hagenbeck ist es daher umso erfreulicher, zum Arterhalt der Kragenenten innerhalb Deutschlands beizutragen.

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