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Einzug von urzeitlichen Tieren

Sobald das Tropen-Aquarium wieder geöffnet ist, wartet eine neue, höchst spannende und bizarre Tierart auf die Besucher.  Pfeilschwanzkrebse (Tachypleus gigas) bewohnen seit Kurzem die Tropen-Lagune in der Unterwasserwelt des Aquariums.

Die urzeitlichen und gepanzerten Tiere trotzen seit mehr als 450 Millionen Jahren allen Widrigkeiten der Evolution, sogar die Dinosaurier haben sie überlebt. Ihre Überlebensstrategie hat aber nicht nur mit dem harten Panzer der Tiere zu tun, sondern vielmehr mit ihrem Blut. Sobald gefährliche Keime mit dem Blut der Pfeilschwanzkrebse in Berührung kommen, werden sie von speziellen Zellen, den Amöbocyten isoliert und so außer Kraft gesetzt. Diese einzigartigen Abwehrzellen im Blut reagieren so sensibel auf Keime, dass sie heute weltweit eingesetzt werden, um Bakterien oder auch Krebszellen frühzeitig zu finden.

Optisch erinnern die Tiere an einen auf dem Meeresgrund liegenden Helm. Aufgrund ihrer Form werden sie auch Hufeisen-Krebse genannt. Aber auch Namen wie Königskrabbe oder Seemaulwurf sind für die Krebse geläufig, die eigentlich gar keine Krebse sind, sondern Urahnen von Spinnen und Skorpionen. Ihr langer und spitzer Schwanzstachel wird vorrangig zur Flucht eingesetzt und nicht, wie man annehmen könnte zur Abwehr. Um sich vor Feinden zu schützen, rollen sich Pfeilschwanzkrebse ein.

Als Lebensraum bevorzugen Pfeilschwanzkrebse flache Sandküsten tropischer Meere sowie sandigen und schlammigen Bodengrund. Bis in Tiefen von 50 Metern sind die Tiere anzutreffen. Zu ihrer Nahrung gehören am Boden lebende Muscheln und Weichtiere, die sie mithilfe ihrer fünf Beinpaare auf der Körperunterseite zum Mund führen. Im Ruhezustand graben sich die Tiere im Sand ein.

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