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Neue Schlangenart bewohnt die Höhlenwelt

Sie sind klein, wunderschön gefärbt und wendig - Schildnasenkobras (Aspidelaps scutatus) bewohnen seit Kurzem das Giftschlangendorf im Tropen-Aquarium Hagenbeck. Die schnellen Schlangen mit dem gedrungenen Körper werden rund 60 Zentimeter lang. Ihr Kopf ist sehr kurz und setzt sich kaum vom Hals der Schlange ab. Ihren Namen verdankt das wärmeliebende Reptil ihrem breiten Schnauzenschild. Die Zeichnung der Schildnasenkobra reicht von grau über braun bis hin zu rot. Auffällig sind ihre braunen oder schwarzen Querbänder. Die Heimat der nachtaktiven Tiere ist Afrika, hier bewohnen sie steinige und sandige Halbwüsten auf dem südlichen Teil des Kontinentes. Zu ihrer Nahrung gehören kleine Säugetiere. Fühlen sich die Schlangen bedroht, nehmen sie die typische Kobrahaltung ein. Sie richten sich auf, blähen den Körper auf und flachen den Hals ab. Begleitet von einem zischenden Fauchen stoßen sie, meist mit geschlossenem Maul, zu. Daher sind Angriffe auf Menschen selten lebensbedrohlich. Bei einem Biss geben die Schlangen zudem nur eine sehr geringe Giftmenge ab. Schildnasenkobras pflanzen sich ovipar fort, das bedeutet, dass die Schlangen Eier legen. Mit drei Jahren werden sie geschlechtsreif.

Dr. Guido Westhoff, Leiter des Tropen-Aquariums und Schlangenexperte freut sich über den Zuwachs: „Diese Art ist trotz ihrer geringen Größe sehr selbstbewusst und hat ein sehr interessantes Verhalten. Ein schöner Kontrast zu unserer Königskobra die als größte Giftschlange der Welt leider selten aktiv ist. Zudem wird diese Art, abgesehen von einem Reptilienzoo, kaum gehalten."
Die Bergkönigsnattern, die vor den Schildnasenkobras in der Biotopanlage lebten, bewohnen nun eine Anlage gemeinsame mit Gila-Krustenechsen, Chuckwallas und Colorado Kröten in der Tropenwelt. Das ist das Ergebnis einer erfolgreichen Vergesellschaftung und einmalig in der Deutschen Zoolandschaft.Mehr zu diesem spannenden Thema könnt ihr hier erfahren.

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