Schnellinfos

Tierischer Check-Up!

Gewicht, Größe, Zuchtreife und Gesundheitszustand waren die Parameter für den diesjährigen Check-Up-Termin im Tropen-Aquarium. Wichtige Daten, die das Team um Dr. Guido Westhoff regelmäßig sammelt, um die Entwicklung der Tiere zu kontrollieren.

Neugierig wand sich die Dschungel-Teppichpython (Morelia spilota cheynei) aus ihrer Box, um sich vom Leiter des Tropen-Aquariums, Dr. Guido Westhoff, ausgiebig untersuchen zu lassen. Befinden sich Schuppenreste an Körper oder Schwanz? Ist die Zungenspitze verklebt? Diese Fragen konnten mit nein beantwortet werden und zeigten, dass das achtjährige Weibchen in einem optimalen Gesundheitszustand ist. Auch ihr Gewicht von 1855 Gramm macht deutlich, dass einer Zucht nichts im Wege steht, da diese Riesenschlangen ihre Zuchtreife ab 1500 Gramm erreichen. Somit bleibt abzuwarten, wann das Teppichpython-Pärchen im Tropen-Aquarium für Nachwuchs sorgen wird.

Bei den tagaktiven Wüstenbewohnern, den Oman-Dornschwanzagamen (Uromastyx thomasi), traute ausschließlich das Männchen sich von Tierpfleger Florian Ploetz untersuchen zu lassen. Auch hier waren die Ergebnisse erfreulich. Vor rund drei Jahren zogen zwei Agamen in das Tropen-Aquarium ein. Ihre damalige Größe lag bei rund acht Zentimetern. Heute zeigte sich, dass das männliche Tier doppelt so groß ist und 16 Zentimeter misst, bei einem Gewicht von 75 Gramm. Auch wenn sich das Weibchen so gut versteckte und vor der Untersuchung drückte, geht Florian Ploetz von einer ähnlichen Entwicklung aus. „Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen und hoffen auch hier in Zukunft auf Nachwuchs dieser wärmeliebenden Tiere".

Für eine besondere Abwechslung sorgten fünf Wassermelonen, die Florian Ploetz den Nilkrokodilen (Crocodylus niloticus) als besonderes Beschäftigungsprogramm in den Krokodilsee warf. Chef Raja, Oberhaupt der vierköpfigen Gruppe, machte sich als erster an das fruchtige Objekt, biss zu und zog die Beute unter Wasser. Bei den drei Weibchen gab es schon mehr Gerangel. Zwar war Nilkrokodilweibchen Audrey zuerst an der Melone, Vicky schnappte ihr das Spielzeug aber vor der Schnauze weg und verschwand damit. „Wassermelonen eignen sich perfekt, um die Tiere mehrere Stunden zu beschäftigen. Sie schnappen, beißen und ziehen so lange an dem Obst, bis die Melone in winzige Stücke zerkleinert ist", weiß Florian Ploetz, der sich immer wieder neue Beschäftigungsmöglichkeiten für die intelligenten Tiere überlegt. Der Hierarchie-Check zeigte, dass bei den Panzerechsen zwar das Männchen das ranghöchste Tier ist, dass es bei den Weibchen aber immer wieder zu Auseinandersetzungen um die Rangfolge kommt. Zudem machte der Test deutlich, dass auch das rangniedrigste Weibchen Vicky Interesse an den Beschäftigungsangeboten hat.

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