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Schwarz-gelbe Minihüpfer

Gelb, Blau, Grün, Rot, Orange, Schwarz - Das Farbspektrum der Madagaskar-Buntfrösche ist vielfältig. Im Tropen-Aquarium Hagenbeck können alle Besucher die schwarz-gelb-gefärbten Vertreter ihrer Art (Mantella leavigata) nun in der Höhlenwelt beobachten. Hier leben die Frösche, die auch Folohy-Buntfröschchen genannt werden, mit dem Blattschwanzgecko in einer Biotopanlage zusammen. Hagenbeck ist die einzige Einrichtung innerhalb Deutschlands, in der diese Buntfroschart lebt.

Mantella leavigata gehört zu den speziellsten Buntfroscharten, von denen es insgesamt 16 gibt. Im Gegensatz zu ihren Artgenossen lebt der an Kopf und Rücken knallig gelb gefärbte Frosch zwar auch am Boden, klettert aber nicht selten auch auf Bäume. Die winzigen Frösche mit blauen Punkten an Händen und Füßen wurden bereits in vier Meter Höhe gesichtet.
Auch die Fortpflanzung ist bei dieser Art speziell. Folohy-Buntfröschchen legen meist nur ein Ei ab, ganz selten auch zwei. Bei den anderen Arten sind es hingegen bis zu 20 Eier pro Ablage. Zudem benötigen sie für die Fortpflanzung nicht zwangsläufig Bachläufe oder größere Gewässer, die wiederum für die anderen Buntfroscharten überlebenswichtig sind. Nach der Befruchtung klebt das Folohy-Weibchen das Ei in mit Wasser gefüllte Baumlöcher oder Bambushalme, an der Innenwand, nur weniger Zentimeter über der Wasseroberfläche fest. Nach zwei Tagen ist der Embryo im Ei bereits erkennbar. Wenige Wochen später schlüpft die Kaulquappe und fällt in ihrem Versteck in das stehende Wasser unter sich. Winzige Insekten dienen der Quappe in dieser Zeit als Nahrung. Nicht selten versorgt das Weibchen Ihren Nachwuchs mit unbefruchteten Eiern. Auch das Männchen beteiligt sich an der Aufzucht, indem es die Löcher, in denen die Quappe heranwächst, vor Feinden beschützt. Diese Art der elterlichen Fürsorge ist einmalig bei den Buntfröschen. Nach zwei Monaten ist der Frosch vollständig entwickelt. Mit einem Jahr ist der tagaktive Bodenbewohner ausgewachsen und rund 29 Millimeter groß. Zu seiner Nahrung zählen Ameisen, Termiten, Milben, vereinzelt auch Fliegen.
Buntfrösche kommen ausschließlich auf Madagaskar vor. Das größte Vorkommen der Mantella leavigata gibt es auf der Insel Nosy Mangabe. Im Nationalpark Masoala sind die farbenprächtigen Amphibien besonders im März und Oktober reichlich vertreten und halten sich hier auf dichten Laubschichten, Baumstümpfen und an moosigen Stämmen auf.

Seit 2004 werden die Madagaskar-Buntfrösche in der Roten Liste der IUCN (International Union for Conservation of Nature) als gefährdet gelistet. Obwohl Mantella leavigata als wenig gefährdet eingestuft wird, ist diese Art durch die anhaltende Vernichtung ihres Lebensraumes jedoch zunehmend bedroht.

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