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Netzkünstler eingezogen

Mehrere Opuntienspinnen (Cyrtophora citricola) bewohnen seit Ende August die Höhlenwelt im Tropen-Aquarium Hagenbeck. In der Latrine am Eingang zur Unterwasserwelt haben es sich die Tiere gemütlich gemacht und zeigen ihre prächtigen Seidengeflechte. Denn Opuntienspinnen sind wahre Netzkünstler.

Für den Bau ihrer komplexen Spinnennetze benötigen die Weibchen mehrere Nächte. Sie werden horizontal gebaut und haben einen Durchmesser von rund 60 Zentimetern. Das Versteck der Spinne befindet sich mittig des Netzes in einem nach oben erweiterten Netztrichter. Die Netze sind sehr engmaschig und dicht gesponnen sowie mit einer großen Anzahl sich wirr überkreuzender Stolperfäden gespannt. Fliegt die Beute gegen diese Fäden, fällt sie in das Netz und wird von der Opuntienspinne von unten gegriffen und umwickelt. Anschließend nimmt sie ihre Beute mit in das Trichterversteck. Anders als bei allen anderen Radnetzspinnen ist der Faden der Opuntienspinne glatt und besitzt keine Klebetröpfchen.

Bei den Opuntienspinnen sind die Weibchen deutlich größer als die Männchen und erreichen mit rund zwei Zentimetern Länge nicht selten das Doppelte oder Dreifach von ihren männlichen Artgenossen. Den Hinterkörper der Spinnen zieren auffällige Höcker. Am Rest des Körpers befinden sich bräunliche oder weiße Flecken. Opuntienspinnen sind soziale Tiere, die in Kolonien zusammen leben und oftmals große Gemeinschaftsnetze bauen. Sie sind in allen warmen Gebieten der Erde verbreitet, vorzugsweise im Geäst von Feigenkakteen der Gattung Opuntien, die namensgebend für diese Spinnenart ist.

Nach der Paarung der Spinnen, die Mitte des Jahres stattfindet, ergreift das Weibchen das Männchen, tötet und verzehrt es. Nur selten gelingt dem Männchen noch rechtzeitig die Flucht. Rund einen Monat nach der Paarung befestigt das Weibchen bis zu zehn Eierkokons in ihrem Trichter. Im Frühjahr verlassen die Jungspinnen ihren schützenden Kokon und sind bereits acht Wochen später erwachsen.

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