Schnellinfos

Afrikanischer Schlammspringer

Periophthalmus barbarus
Herkunft:
Küsten West-Afrikas
Lebensraum:
Brackwasser, Lagunen, Flussmündungen, Mangroven
Nahrung:
Kleine Insekten, Schnecken, Würmer und Krustentiere
Größe:
20cm

Ein Fisch an Land

Die Afrikanischen Schlammspringer sind an der Westküste Afrikas vom Senegal bis Angola in Brackwasserbereichen zu Hause. Seinen Namen verdankt der Schlammspringer dem gekrümmten Schwanz, mit dem er sich wie ein Katapult vom Boden abstoßen kann. Die deutlich verdickten Brustflossen sehen fast aus wie Arme und werden als „Gehwerkzeuge" benutzt. Bei diesem Fisch ist die Kiemenhöhle nur durch eine enge Kiemenspalte mit der Außenwelt verbunden; dadurch wird das Austrocknen der zarten Atmungsorgane verhindert. Die Kiemenhöhle kann Meerwasser speichern welches durch Luftschnappen immer wieder mit Sauerstoff angereichert werden kann. So kann diese Fischart bis zu zweieinhalb Tagen an Land aushalten, muss aber ihre Haut permanent feucht halten. Das Leben und Jagen an Land eröffnet andere Nahrungsquellen und schützt vor vielen Räubern. Auffällig sind seine hervorstehenden Augen, die der Fisch einzeln bewegen kann. Sein lateinischer Name bedeutet auf Deutsch Rundumauge.

Im Tropen-Aquarium Hagenbeck lebt der Afrikanische Schlammspringer im Mangrovenbecken.

Wie gefährdet ist der Afrikanische Schlammspringer?
Nach IUCN (Rote Liste bedrohter Tierarten)

  • Ungefährdet Gefährdet Ausgestorben

Was ist die Rote Liste der IUCN?

Die Rote Liste ist ein Indikator für den Zustand der Biodiversität unseres Planeten und gibt heute Auskunft über den internationalen Gefährdungsstatus von über 80.000 Tier- und Pflanzenarten. Um den anhaltenden Abwärtstrend in der Artenvielfalt stoppen zu können, sind diese Informationen von großer Wichtigkeit. Herausgegeben wird die Rote Liste in regelmäßigen Abständen von der Weltnaturschutzunion IUCN.

Für die Erstellung Roter Listen werten die Expertengruppen der IUCN auf strengen wissenschaftlichen Grundlagen basierend alle relevanten und zugänglichen Daten aus, sodass die Darstellung von einzelnen Arten in Gefährdungskategorien die komprimierteste Form der umfangreichen naturwissenschaftlichen Analyse darstellt.