Hagenbeck Tierpark - Hamburgs tierisches Original

Hamburgs tierisches Original

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Der jüngste Nachwuchs

© Götz Berlik

Im Tierpark Hagenbeck gibt es das ganze Jahr über niedlichen Nachwuchs in allen Revieren zu sehen. Hier erfahren Sie mehr über die kleinen Tiere.
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© Lutz Schnier

Kleiner Panda

Wissenschaftlicher Name:
Ailurus fulgens
Herkunft:
Himalajya
Besonderheiten:

Schauvorführung*
Im Sommer: 15:00 Uhr *Aus organisatorischen oder tiergärtnerischen Gründen sind Ausfälle möglich.

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Der Kleine Panda, auch Katzenbär oder Roter Panda genannt, gehört zu den Kleinbären und ist ein besonders schönes Exemplar. Er besitzt ein weiches rostrotes Fell und einem langen buschigen Schwanz mit scharf abgegrenzten, hell rötlichen Ringen. Das Kinn sowie die Ohren sind weiß behaart und ein rostroter Tränenstreifen unterhalb jedes Auges trennt die weiße Schnauze von den ebenfalls weißen Wangen des Katzenbärs. 

Der Lebensraum des Kleinen Pandas sind Bergwälder und Bambusdickichte in 1800 bis 4000 Meter Höhe am Südosthang des Himalajas. Bei seinen Beutestreifzügen sind diese dämmerungs- und nachtaktiven Tiere ebenso häufig in den Bäumen wie am Boden anzutreffen. Überwiegend ernährt sich der Rote Panda von Bambusschößlingen, Gräsern, Wurzeln, Beeren und Früchten. Eher selten erbeutet er Jungvögel, Eier oder kleinere Nagetiere. 

Auffällig bei diesem Tier sind seine behaarten Sohlen, die man sonst nur beim Großen Panda oder dem Eisbär findet. Diese vermindern die Gefahr des Ausrutschens und verringert zusätzlich den Wärmeverlust auf dem schnee- und eisverkrusteten felsigen Gebirgsboden. Die Tagesstunden verschläft der sehr hitzeempfindliche Kleine Panda meist in schattigen Astgabeln oder Baumhöhlen, dort liegt er oft eingerollt und nutzt dabei seinen Schwanz als Unterlage oder zum Abdecken seines Gesichts. 

Der Kleine Panda ist ein sehr scheues Tier und in freier Wildbahn bekommt man ihn nur selten zu Gesicht. Er ist ungesellig und lebt meist allein, seltener in Paaren. Im Frühjahr bringt das Weibchen nach einer Tragzeit von 130 Tagen ein bis vier Jungtiere zu Welt. Der Kleine Panda wird als gefährdet eingestuft. 

In manchen Gegenden des südwestlichen Chinas wurde und wird er wegen seines Fells gejagt. In den Bereichen, wo der Kleine Panda in China vorkommt, trägt der Bräutigam auf der Hochzeit oft deren Fell. Auch für andere lokale kulturelle Zeremonien wird es häufig verwendet. Sie werden oft illegal gejagt und für Dumping-Preise verkauft. Dies und die kontinuierliche Abholzung der Wälder haben ihn zu einer bedrohten Art gemacht. In allen Ländern seines Verbreitungsgebietes ist er geschützt, so dass die Jagd auf Kleine Pandas überall illegal ist. Trotzdem werden immer wieder Kleine Pandas gewildert und fallen oft Rotfuchs-Fallen zum Opfer. 

Die IUCN stuft den Kleinen Panda seit 1996 als gefährdet ein und schätzte 2006 den Weltbestand auf weniger als 10.000 Exemplare. Die Art unterliegt dem Washingtoner Artenschutzabkommen und wird im CITES Anhang I geführt. Man kann keinesfalls von einer stabilen Population sprechen. Sicher kann man davon ausgehen, dass der Kleine Panda allein schon aufgrund der geringen Nachkommenzahl und seiner Nahrungsspezialisierung eine entscheidende Lebensraumveränderung nicht verkraften würde. Im Tierpark Hagenbeck können Sie den Kleinen Panda beim historischen Felsen zusammen mit den Himalaya-Tahren beobachten.