Hagenbeck Tierpark - Hamburgs tierisches Original

Hamburgs tierisches Original

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15.02.2018

Kinderfreunde mit wilden Wurzeln


© Hagenbeck

© Hagenbeck

"Niedlich" ist der erste Gedanke, der den meisten Menschen durch den Kopf schießt, wenn sie "Meerschweinchen" beschreiben wollen. Dass die kleinen Nager ursprünglich eine andere Seite haben, zeigen die Wildmeerschweinchen. Gerade sind zwei männliche und fünf weibliche Tiere aus der Zucht des Osnabrücker Zoos im Arahaus eingezogen.

Anders als Hausmeerschweinchen sind sie schlank und sportlich. Ihr Fell ist drahtig und grau bis graubraun. Wildmeerschweinchen sind mutig und wenig sozial, wie Forscher der Westfälischen Wilhems-Universität Münster im Vergleichstest mit Hausmeerschweinchen herausgefunden haben.

Alle diese Eigenschaften brauchen die Nager, die in weiten Teilen Südamerikas zu finden sind. Die Tiere bewohnen Buschland und Höhenlagen, sogar in gebirgigen Regionen und in Trockensavannen sind sie zu finden. Sie leben in kleinen Gruppen, meist mit einem Männchen und mehreren Weibchen. Ein echter sozialer Kontakt findet vor allem während der Paarungszeit zwischen Männchen und Weibchen statt.

Die Vegetarierer bringen ein oder zwei Jungetiere zur Welt. Die Kleinen fressen vom ersten Tag an Gräser und Samen. Die Mutter säugt sie nur dann, wenn Futterknappheit herrscht. Wildmeerschweinchen vermehren sich ähnlich rasant, wie Hausmeerschweinchen: Sie sind im Alter von vier bis sechs Wochen bereits geschlechtsreif. Ihre Feinde sind Raubvögel, Raubkatzen, Schlangen und Menschen. In Südamerika werden die Tiere gezüchtet und als Delikatesse angeboten.