Schnellinfos

11 Mantelpavian

(lat. Papio hamadryas)
Wissenschaftlicher Name:
Papio hamadryas
Klasse:
Säugetiere
Herkunft:
Afrika
Lebensraum:
Halbwüsten, Savannen und Felsgebiete
Nahrung:
Früchte, Kräuter, Wurzeln, Insekten, Vogeleier und Wirbeltiere
Größe:
50 - 80 cm
Gewicht:
10 - 25 kg
Tragzeit:
6 Monate

Gottheit des alten Ägypten

Die dichte graue Schultermähne gibt dieser Pavianart ihren Namen: Wie ein Mantel umhüllt er den Körper und ist bei männlichen erwachsenen Tieren besonders ausgeprägt. Ob diese würdevolle Erscheinung dafür sorgte, dass Mantelpaviane im alten Ägypten als heilig verehrt wurden, ist unklar. Sicher ist, dass Thot, der Gott der Wissenschaft und des Mondes, oft in Gestalt eines Mantelpavianes dargestellt wurde.

Mantelpaviane leben in Haremsgruppen zusammen, deren Größe durchschnittlich sieben, gelegentlich aber auch mehr als 15 Weibchen umfasst. Jungtiere beiderlei Geschlechts verlassen den Harem noch vor der Geschlechtsreife. Auf diese Weise können Männchen Weibchen für einen neuen Harem gewinnen. Das auffallend rote Hinterteil ist bei paarungsbereiten Weibchen stark geschwollen und wirkt anlockend auf männliche Tiere.

Im Tierpark Hagenbeck leben die Tiere auf dem Affenfelsen, der so angelegt wurde, dass nach Streitereien der Unterlegene aus dem Blickfeld des Ranghöheren verschwinden kann. Auch können die Paviane nach Belieben das Warmhaus im Innern des Felsens aufsuchen.

Nahrung

Wie gefährdet ist der Mantelpavian??
Nach IUCN (Rote Liste bedrohter Tierarten)

  • Ungefährdet Gefährdet Ausgestorben

Was ist die Rote Liste der IUCN?

Die Rote Liste ist ein Indikator für den Zustand der Biodiversität unseres Planeten und gibt heute Auskunft über den internationalen Gefährdungsstatus von über 80.000 Tier- und Pflanzenarten. Um den anhaltenden Abwärtstrend in der Artenvielfalt stoppen zu können, sind diese Informationen von großer Wichtigkeit. Herausgegeben wird die Rote Liste in regelmäßigen Abständen von der Weltnaturschutzunion IUCN.

Für die Erstellung Roter Listen werten die Expertengruppen der IUCN auf strengen wissenschaftlichen Grundlagen basierend alle relevanten und zugänglichen Daten aus, sodass die Darstellung von einzelnen Arten in Gefährdungskategorien die komprimierteste Form der umfangreichen naturwissenschaftlichen Analyse darstellt.