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60Nandu

(lat. Rhea americana)
Wissenschaftlicher Name:
Rhea americana
Klasse:
Vögel
Herkunft:
Südamerika
Lebensraum:
Savannen
Nahrung:
Pflanzen, Samen, Früchte, Wurzeln, Insekten, kleine Wirbeltiere
Größe:
0,95 - 1,10 m
Gewicht:
20 - 30 kg
Tragzeit:
35 - 40 Tage

Kinderaufzucht in Männerhand

Nandus bewohnen die Savannen und Steppen von Nordostbrasilien und Ostbolivien bis zum Rio Negro in Argentinien. Genau wie bei ihren größeren afrikanischen Verwandten, den Straußen, übernehmen die Männchen die gesamte Brutpflege. Der Hahn sitzt etwa 40 bis 45 Tage lang flach auf den Boden gepresst auf dem Nest. Die Weibchen lassen sich nur blicken, wenn sie ein Ei ablegen wollen.
Den frisch geschlüpften Küken dürfen sich die Hennen allerdings nicht nähern. Der Vater vertreibt zischend und mit weit aufgesperrtem Schnabel jeden Störenfried – auch die weiblichen Tiere. Erst wenn nach etwa vier Wochen aus dem grauen Dunenkleid der Jungvögel erste Federn sprießen, dürfen sich die Hennen wieder der Familie anschließen.

Seit dem Jahr 2000 zählt auch Norddeutschland zum Lebensraum wild lebender Nandus. In jenem Jahr entkamen Nandus aus einer Freilandhaltung in Schleswig-Holstein. Im März 2018 wurden 205 Tiere in der Nähe des Ratzeburger Sees gezählt.

Gemeinsam mit den Alpakas leben die Nandus im Tierpark Hagenbeck in einer „Südamerika-Wohngemeinschaft".

Nahrung

Wie gefährdet ist der Nandu??
Nach IUCN (Rote Liste bedrohter Tierarten)

  • Ungefährdet Gefährdet Ausgestorben

Was ist die Rote Liste der IUCN?

Die Rote Liste ist ein Indikator für den Zustand der Biodiversität unseres Planeten und gibt heute Auskunft über den internationalen Gefährdungsstatus von über 80.000 Tier- und Pflanzenarten. Um den anhaltenden Abwärtstrend in der Artenvielfalt stoppen zu können, sind diese Informationen von großer Wichtigkeit. Herausgegeben wird die Rote Liste in regelmäßigen Abständen von der Weltnaturschutzunion IUCN.

Für die Erstellung Roter Listen werten die Expertengruppen der IUCN auf strengen wissenschaftlichen Grundlagen basierend alle relevanten und zugänglichen Daten aus, sodass die Darstellung von einzelnen Arten in Gefährdungskategorien die komprimierteste Form der umfangreichen naturwissenschaftlichen Analyse darstellt.