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6 Onager

(lat. Equus hemionus onager)
Wissenschaftlicher Name:
Equus hemionus onager
Klasse:
Säugetiere
Herkunft:
Asien
Lebensraum:
Halbwüsten und Steppen
Nahrung:
Gräser und Sträucher
Größe:
1,20 - 1,40 m
Gewicht:
220 - 300 kg
Tragzeit:
12 Monate

Die rasenden Halbesel aus Persien

Der Onager wird auch als Halbesel bezeichnet, was bedeutet, dass er sowohl Merkmale eines Esels und eines Pferdes trägt. Der Onager ist mit einer Kopf-Rumpf-Länge von über zwei Metern etwas größer als ein „normaler" Hausesel, er hat breitere Hufe und kürzere Ohren. Ein schwarzer Strich ziert seinen Rücken. Erstaunlich ist seine Geschwindigkeit: Er erreicht im Galopp bis zu 70 km/h, und ist damit sogar erheblich schneller als ein Pferd.

Der Tierpark Hagenbeck hat eine ganz besondere Beziehung zu den Onagern. Eine Hagenbeck-Expedition brachte 1954 die ersten Onager aus den persischen Salzwüsten nach Hamburg. Bis heute stehen die Halbesel in Persien durch Wilderei praktisch kurz vor der Ausrottung. Aus der mitgebrachten Herde züchtete man in der Hansestadt bisher mehr als 80 Fohlen. Der größte Teil von ihnen lebt inzwischen in anderen zoologischen Gärten, um die weltweite Zucht auf einer breiteren genetischen Basis auszubauen.

Der Onager ist gefährdet, die Zahl der wild lebenden Tiere nimmt stetig ab. Der Tierpark Hagenbeck hat im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) die Zuchtkoordination für Onager übernommen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Arterhaltung.

Nahrung

Wie gefährdet ist der Onager??
Nach IUCN (Rote Liste bedrohter Tierarten)

  • Ungefährdet Gefährdet Ausgestorben

Was ist die Rote Liste der IUCN?

Die Rote Liste ist ein Indikator für den Zustand der Biodiversität unseres Planeten und gibt heute Auskunft über den internationalen Gefährdungsstatus von über 80.000 Tier- und Pflanzenarten. Um den anhaltenden Abwärtstrend in der Artenvielfalt stoppen zu können, sind diese Informationen von großer Wichtigkeit. Herausgegeben wird die Rote Liste in regelmäßigen Abständen von der Weltnaturschutzunion IUCN.

Für die Erstellung Roter Listen werten die Expertengruppen der IUCN auf strengen wissenschaftlichen Grundlagen basierend alle relevanten und zugänglichen Daten aus, sodass die Darstellung von einzelnen Arten in Gefährdungskategorien die komprimierteste Form der umfangreichen naturwissenschaftlichen Analyse darstellt.