Schnellinfos

13Südamerikanischer Riesenotter

(lat. Pteronura brasiliensis)
Wissenschaftlicher Name:
Pteronura brasiliensis
Klasse:
Säugetiere
Herkunft:
Südamerika
Lebensraum:
Flüsse des amazonischen Regenwaldes
Nahrung:
Fische, Wasservögel, Mäuse, Vogeleier
Größe:
0,90 - 1,40 m
Gewicht:
22 - 28 kg
Tragzeit:
65 - 70 Tage

"Wölfe der Flüsse" aus dem Amazonas

Sie sind als eine der seltensten Großsäugetierarten der Welt etwas ganz besonderes: die Südamerikanischen Riesenotter. In freier Wildbahn sind Südamerikanische Riesenotter stark gefährdet und in zoologischen Gärten fast gar nicht vertreten. So halten in Deutschland neben dem Tierpark Hagenbeck nur wenige weitere Zoos diese Tiere. Europaweit leben nur wenige Südamerikanische Riesenotter.

Riesenotter sind Raubtiere der Überschwemmungsgebiete des Amazonas. Sie leben in Familiengruppen mit hochentwickeltem Sozialverhalten. Gemeinsam gehen die Tiere tagsüber – und nicht wie der europäische Fischotter bei Nacht – auf die Jagd nach Fischen. Im Spanischen werden sie deshalb auch „Lobos de río" – Wölfe der Flüsse genannt.

Im Tierpark Hagenbeck haben Südamerikanische Riesenotter Tradition: Im Jahr 1990 gelang in Hamburg erstmals außerhalb Südamerikas die Nachzucht dieser Tiere – ein sensationeller Erfolg. Bis heute gibt es nur wenige weitere Zoos, die ebenfalls Südamerikanische Riesenotter außerhalb Südamerikas züchten.

Nahrung

Wie gefährdet ist der Südamerikanische Riesenotter??
Nach IUCN (Rote Liste bedrohter Tierarten)

  • Ungefährdet Gefährdet Ausgestorben

Was ist die Rote Liste der IUCN?

Die Rote Liste ist ein Indikator für den Zustand der Biodiversität unseres Planeten und gibt heute Auskunft über den internationalen Gefährdungsstatus von über 80.000 Tier- und Pflanzenarten. Um den anhaltenden Abwärtstrend in der Artenvielfalt stoppen zu können, sind diese Informationen von großer Wichtigkeit. Herausgegeben wird die Rote Liste in regelmäßigen Abständen von der Weltnaturschutzunion IUCN.

Für die Erstellung Roter Listen werten die Expertengruppen der IUCN auf strengen wissenschaftlichen Grundlagen basierend alle relevanten und zugänglichen Daten aus, sodass die Darstellung von einzelnen Arten in Gefährdungskategorien die komprimierteste Form der umfangreichen naturwissenschaftlichen Analyse darstellt.