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68 Riesenschildkröte

(lat. Geochelone gigantea)
Wissenschaftlicher Name:
Geochelone gigantea
Klasse:
Reptilien
Herkunft:
Seychellen
Lebensraum:
Hauptinsel des Aldabra-Atolls, Grande Terre im Indischen Ozean
Nahrung:
Gräser, Kräuter, Blüten und Früchte
Größe:
1,20 - 1,40 m
Gewicht:
200 - 300 kg
Brutzeit:
97 - 183 Tage

In einem Land vor unserer Zeit

Wer an Schildkröten denkt, denkt zunächst oft an die im Wasser lebenden Arten. Doch auch an Land leben eindrucksvolle Vertreter, wie die Aldabra-Riesenschildkröte, die auf der Seychellen-Insel Grande Terre (Teil des Aldabra-Atolls) beheimatet ist. Aldabra-Riesenschildkröten können über 100 Jahre alt werden. Das in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts geborene Männchen Adwaita erreichte in Gefangenschaft vermutlich sogar ein Alter von 256 Jahren!

Riesenschildkröten legen in den kühleren Monaten Juni bis September ihre Eier in Gelege, die bis zu 25 cm tief unter der Erde liegen. Dort wird es zwischen 27° und 31° Grad warm – perfekte Bedingungen für die Entwicklung der Eier. Nachdem die Jungtiere geschlüpft sind, bleiben sie oft noch einige Wochen in der Nisthöhle, bevor sie sich gemeinsam an die Oberfläche graben.

Im Tierpark Hagenbeck leben die Riesenschildkröten in den Sommermonaten in ihrem Freigehege zwischen den Saurier-Skulpturen und verbringen die kalte Jahreszeit im angrenzenden Winterquartier. Leopold, unser größtes Tier, ist schon über einhundert Jahre alt.

Nahrung

Wie gefährdet ist die Riesenschildkröte??
Nach IUCN (Rote Liste bedrohter Tierarten)

  • Ungefährdet Gefährdet Ausgestorben

Was ist die Rote Liste der IUCN?

Die Rote Liste ist ein Indikator für den Zustand der Biodiversität unseres Planeten und gibt heute Auskunft über den internationalen Gefährdungsstatus von über 80.000 Tier- und Pflanzenarten. Um den anhaltenden Abwärtstrend in der Artenvielfalt stoppen zu können, sind diese Informationen von großer Wichtigkeit. Herausgegeben wird die Rote Liste in regelmäßigen Abständen von der Weltnaturschutzunion IUCN.

Für die Erstellung Roter Listen werten die Expertengruppen der IUCN auf strengen wissenschaftlichen Grundlagen basierend alle relevanten und zugänglichen Daten aus, sodass die Darstellung von einzelnen Arten in Gefährdungskategorien die komprimierteste Form der umfangreichen naturwissenschaftlichen Analyse darstellt.