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29Thüringer Waldesel

(lat. Equus asinus f. asinus)
Wissenschaftlicher Name:
Equus asinus f. asinus
Klasse:
Säugetiere
Herkunft:
West-Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt
Lebensraum:
Haltung durch den Menschen
Nahrung:
verholzte Sträucher, Stroh, Heu, Getreide
Größe:
1 - 1,10 m
Gewicht:
150 - 180 kg
Tragzeit:
12 Monate

Mythisches Haustier

Der Thüringer Waldesel ist eine sehr alte mitteldeutsche Haustierrasse, die vorwiegend in Westthüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt gehalten wurde. Früher war dieser Esel auch unter den Namen „Mülleresel" oder „Steinesel" bekannt.

Zu seinen auffälligen ursprünglichen Merkmalen zählen der dunkle Aalstrich auf dem Rücken, das Schulterkreuz, die dunklen Streifen an den Beinen und das helle, sogenannte „Mehlmaul". Da heute nur noch etwa 15 bis 20 reinrassige Tiere vom Thüringer Waldesel existieren, gilt er als fast ausgestorben und wird unter Kategorie 1 der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen geführt. Eseln fällt eine große kulturelle Bedeutung zu. Immer wieder sind sie Protagonisten in Geschichten und Sagen. So auch in der Bibel (z.B. bei der Geburt Christi oder dem Einzug Jesu nach Jerusalem) ebenso wie im alten Ägypten (als Gottheit Seth) oder in der römischen Mythologie (Gottheit Pales: menschlicher Körper mit Eselskopf). In Deutschland erlangte der Esel vor allem als Mitglied der Bremer Stadtmusikanten Berühmtheit.

Im Tierpark Hagenbeck lebt der Thüringische Waldesel zusammen mit den Ponys im Haustierrevier.

Nahrung

Wie gefährdet ist der Thüringer Waldesel??
Nach IUCN (Rote Liste bedrohter Tierarten)

  • Ungefährdet Gefährdet Ausgestorben

Was ist die Rote Liste der IUCN?

Die Rote Liste ist ein Indikator für den Zustand der Biodiversität unseres Planeten und gibt heute Auskunft über den internationalen Gefährdungsstatus von über 80.000 Tier- und Pflanzenarten. Um den anhaltenden Abwärtstrend in der Artenvielfalt stoppen zu können, sind diese Informationen von großer Wichtigkeit. Herausgegeben wird die Rote Liste in regelmäßigen Abständen von der Weltnaturschutzunion IUCN.

Für die Erstellung Roter Listen werten die Expertengruppen der IUCN auf strengen wissenschaftlichen Grundlagen basierend alle relevanten und zugänglichen Daten aus, sodass die Darstellung von einzelnen Arten in Gefährdungskategorien die komprimierteste Form der umfangreichen naturwissenschaftlichen Analyse darstellt.