Schnellinfos

9 Asiatisches Kamel

Camelus bactrianus
Klasse:
Säugetiere
Herkunft:
Asien
Lebensraum:
Trockensteppen und Halbwüsten
Nahrung:
Pflanzen
Größe:
2,00 - 2,30 m
Gewicht:
650 - 800 kg
Tragzeit:
13 Monate

Überlebenskünstler mit zwei Höckern

Glühende Hitze am Tage, Frost in der Nacht, Sandstürme und Wassermangel – mit solchen extremen Lebensbedingungen müssen Asiatische Kamele in freier Wildbahn zurechtkommen. Kein leichtes Unterfangen, aber die Tiere sind hervorragend an diese widrigen Bedingungen angepasst: Ihre Augen sind vor Flugsand durch zwei Reihen Wimpern geschützt. Die Ohren sind klein und innen dicht behaart, ihre Nasenlöcher verschließbar. Beim Liegen auf dem heißen Boden bewahren Hornschwielen an den Gelenken die Haut vor Verbrennungen. Und das lebenswichtige Kühlwasser entziehen sie vorübergehend ihren eigenen Körperzellen.

Kamele können einen Wasserverlust von einem Drittel ihres Körpergewichts überleben. An der nächsten Wasserstelle wird der Verlust durch Trinken von über 100 Litern auf einmal wieder ausgeglichen. Allerdings speichern ihre Höcker kein Wasser, wie man gemeinhin glaubt. Die Wölbungen auf dem Rücken dienen vielmehr als Fett- und damit Energiedepot bei Nahrungsmangel.

Nur noch sehr wenige Tiere leben in freier Wildbahn, auch ihr Bestand ist hochgradig gefährdet. Bei Hagenbeck leben die Asiatischen Kamele in der weitläufigen Asiatischen Steppe.

Nahrung

Wie gefährdet ist das asiatische Kamel?
Nach IUCN (Rote Liste bedrohter Tierarten)

  • Ungefährdet Gefährdet Ausgestorben

Was ist die Rote Liste der IUCN?

Die Rote Liste ist ein Indikator für den Zustand der Biodiversität unseres Planeten und gibt heute Auskunft über den internationalen Gefährdungsstatus von über 80.000 Tier- und Pflanzenarten. Um den anhaltenden Abwärtstrend in der Artenvielfalt stoppen zu können, sind diese Informationen von großer Wichtigkeit. Herausgegeben wird die Rote Liste in regelmäßigen Abständen von der Weltnaturschutzunion IUCN.

Für die Erstellung Roter Listen werten die Expertengruppen der IUCN auf strengen wissenschaftlichen Grundlagen basierend alle relevanten und zugänglichen Daten aus, sodass die Darstellung von einzelnen Arten in Gefährdungskategorien die komprimierteste Form der umfangreichen naturwissenschaftlichen Analyse darstellt.