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42 Eselspinguin

(lat. Pygoscelis papua)
Wissenschaftlicher Name:
Pygoscelis papua
Klasse:
Vögel
Herkunft:
Subantarktischer Ozean
Lebensraum:
u.a Südgeorgien und die Falklandinseln
Nahrung:
Fisch und Krill
Größe:
70 - 80 cm
Gewicht:
5 - 8 kg
Brutzeit:
34 - 36 Tage

Stimmgewaltiger Schwimmweltmeister

Wenn sich diese Pinguine stimmlich ins Zeug legen, kann man schon mal vermuten, dass man sich im Tierpark Hagenbeck verlaufen hat. Denn die erstaunlich tiefen und volltönenden Rufe des Eselspinguin ähneln – genau: denen eines Esels. Auf die Weibchen wirkt dieser Schrei anziehend, und auch als Warnung vor Nesträubern eignet er sich bestens.

Eselspinguine haben nicht nur eine faszinierende Stimme, sondern auch einen besonderen Baustil für ihr Brutplätze. Ihre leicht erhöhten Nester bauen sie aus kleinen Steinen, da sie in ihren Herkunftsländern nur darauf zurück greifen können. Seltener werden andere Materialien wie Treibholz oder Fundsachen für den Nestbau genutzt.

Außerhalb der Brutzeiten verbringen Eselspinguine lange Perioden auf See, manchmal sogar fünf Monate. Hier sind sie ganz in ihrem Element, denn sie gelten als schnellste Schwimmer im Vogellreich. Mit 36 km/h schießen sie regelrecht wie ein Torpedo durch das Wasser und fangen vorwiegend kleine Fische und Krill. Sie können außerdem bis zu 120 Meter tief tauchen. Dabei bleiben sie zwischen 45 und 130 Sekunden unter Wasser – je nachdem, welche Beute sie jagen.

Die Kolonie der Eselspinguine bewohnt zusammen mit den Königspinguinen die Antarktische Pinguin-Anlage im Eismeer.

Nahrung

Wie gefährdet ist der Eselspinguin?
Nach IUCN (Rote Liste bedrohter Tierarten)

  • Ungefährdet Gefährdet Ausgestorben

Was ist die Rote Liste der IUCN?

Die Rote Liste ist ein Indikator für den Zustand der Biodiversität unseres Planeten und gibt heute Auskunft über den internationalen Gefährdungsstatus von über 80.000 Tier- und Pflanzenarten. Um den anhaltenden Abwärtstrend in der Artenvielfalt stoppen zu können, sind diese Informationen von großer Wichtigkeit. Herausgegeben wird die Rote Liste in regelmäßigen Abständen von der Weltnaturschutzunion IUCN.

Für die Erstellung Roter Listen werten die Expertengruppen der IUCN auf strengen wissenschaftlichen Grundlagen basierend alle relevanten und zugänglichen Daten aus, sodass die Darstellung von einzelnen Arten in Gefährdungskategorien die komprimierteste Form der umfangreichen naturwissenschaftlichen Analyse darstellt.