Schnellinfos

Blattschneiderameise

Atta cephalotes
Herkunft:
Südamerika
Lebensraum:
Regenwald
Nahrung:
Blätter, Blüten und Früchte
Größe:
3-16mm (Arbeiter), 30mm (Königin)

Spezialisten für jeden Job

Blattschneiderameisen gehören zu den fleißigsten Arbeitern des Tierreiches. Sie schneiden mit ihren Mundwerkzeugen Pflanzenteile ab und transportieren sie dann über bis zu 800 Meter lange Wege in ihren Bau. Die kleinen Insekten können Lasten tragen, die zehnmal schwerer sind als sie selbst.

Die winzigen, rotbraunen Tierchen fressen die zerschnittenen Pflanzenteile jedoch nicht auf, sondern zerkauen sie und verwenden sie als Substrat, um darauf einen speziellen Pilz wachsen zu lassen, den sie pflegen und ständig vergrößern. Der Pilzanbau erfolgt über eine gut abgestimmte Aufgabenteilung, in der jedes Tier spezielle Arbeitsschritte übernimmt. Es gibt Scouts zur Suche neuer Futterquellen, Arbeiter zum Schneiden, Gärtner zum Zerkleinern der Blätter, Hebammen zum Füttern der Larven, Soldaten und eine Abfallkaste die nur die Überreste beseitigt. Abgesehen vom Menschen stellen Ameisen die komplexesten und Größten Gesellschaftsformen der Erde dar.

Die Ameisen und der Pilz leben dabei in einer Symbiose, da keiner ohne den anderen existieren kann.
In speziellen Abfallkammern entsorgen die fleißigen Tiere tote Ameisen, Kot und abgestorbene Pilzstücke.

Die natürlichen Feinde der Blattschneiderameisen sind Ameisenbären, Gürteltiere, Eidechsen und Vögel. Darüber hinaus versucht sie der Mensch vielerorts mit chemischen Mitteln zu bekämpfen. Eine Blattschneiderameisen-Königin kann bis zu 150 Millionen Arbeiterinnen zur Welt bringen, von denen jeweils etwa zwei bis drei Millionen gleichzeitig am Leben sind. Die Lebenserwartung einer Königin kann bis zu 20 Jahre betragen. Stirbt die Königin, dann verendet auch ihr gesamtes Volk.

Die langen Wege der emsigen Insekten können Dank Plexiglasröhren genau verfolgt werden.

Wie gefährdet ist die Blattschneiderameise?
Nach IUCN (Rote Liste bedrohter Tierarten)

  • Ungefährdet Gefährdet Ausgestorben

Was ist die Rote Liste der IUCN?

Die Rote Liste ist ein Indikator für den Zustand der Biodiversität unseres Planeten und gibt heute Auskunft über den internationalen Gefährdungsstatus von über 80.000 Tier- und Pflanzenarten. Um den anhaltenden Abwärtstrend in der Artenvielfalt stoppen zu können, sind diese Informationen von großer Wichtigkeit. Herausgegeben wird die Rote Liste in regelmäßigen Abständen von der Weltnaturschutzunion IUCN.

Für die Erstellung Roter Listen werten die Expertengruppen der IUCN auf strengen wissenschaftlichen Grundlagen basierend alle relevanten und zugänglichen Daten aus, sodass die Darstellung von einzelnen Arten in Gefährdungskategorien die komprimierteste Form der umfangreichen naturwissenschaftlichen Analyse darstellt.