Schnellinfos

Colorado Kröte

Incilius alvarius
Herkunft:
Mexiko / Arizona
Lebensraum:
Wüstenregionen
Nahrung:
Insekten, Spinnen, kleine Wirbeltiere

Berauschende Kröte

Colorado Kröten haben einen für Amphibien ungewöhnlichen Lebensraum. Die bis zu 25 Zentimeter großen und bis zu 900 Gramm schweren Tiere leben vor allem in Mexiko und den südlichen Teilen Arizonas – nicht optimal, denn die Tiere benötigen Feuchtigkeit. Dafür haben die Colorado Kröten einen Trick.

In der Trockenzeit graben sie sich in den Sand ein, bis sie eine feuchte Schicht finden. Dort umgeben sie sich mit einem Schleim, der verhindert, dass sie austrocknen. Anschließend werden alle Körperfunktionen heruntergefahren. Die Tiere begeben sich in eine Ruhephase, ähnlich der Winterruhe bei anderen Arten. Wenn es regnet löst sich der Schleimmantel auf und die Kröte aktiviert Energiereserven. Sie begibt sich an die Oberfläche, frisst und ist bereit zur Paarung. Die Nahrung der Colorado Kröte besteht aus Insekten, Spinnentieren und kleinen Wirbeltieren.

Am Körper der Kröten befinden sich Hautdrüsen. Besonders auffällig sind die Drüsen hinter den Augen. Mit ihnen produzieren die Tiere eine milchige, giftige Substanz, die sie vor Fressfeinden und Krankheiten schützt. Diese enthält Stoffe, die eine ähnliche Wirkung wie LSD entfalten. Deshalb werden die Tiere sogar „gemolken", um das Sekret zu gewinnen und die halluzinogene Wirkung des Schleim-Cocktails zu nutzen.

Die Colorado Kröten leben in einer Biotop-Anlage am Eingang zum Historischen Stollen mit den Gila-Krustenechsen zusammen.

Wie gefährdet ist die Colorado Kröte?
Nach IUCN (Rote Liste bedrohter Tierarten)

  • Ungefährdet Gefährdet Ausgestorben

Was ist die Rote Liste der IUCN?

Die Rote Liste ist ein Indikator für den Zustand der Biodiversität unseres Planeten und gibt heute Auskunft über den internationalen Gefährdungsstatus von über 80.000 Tier- und Pflanzenarten. Um den anhaltenden Abwärtstrend in der Artenvielfalt stoppen zu können, sind diese Informationen von großer Wichtigkeit. Herausgegeben wird die Rote Liste in regelmäßigen Abständen von der Weltnaturschutzunion IUCN.

Für die Erstellung Roter Listen werten die Expertengruppen der IUCN auf strengen wissenschaftlichen Grundlagen basierend alle relevanten und zugänglichen Daten aus, sodass die Darstellung von einzelnen Arten in Gefährdungskategorien die komprimierteste Form der umfangreichen naturwissenschaftlichen Analyse darstellt.