Eisiger Neuzugang bei Hagenbeck

Der Tierpark Hagenbeck durfte einen besonderen Neuankömmling begrüßen: Eisbärenmann Rasputin ist wohlbehalten aus Aalborg in Hamburg eingetroffen.

Der Transport aus Dänemark dauerte rund fünf Stunden. Nach seiner Ankunft zeigte sich der 626 Kilogramm schwere Bär aufmerksam und vital – er stieg munter aus der Transportbox und erkundete neugierig den Innenbereich seiner neuen Anlage. Bereits heute soll Rasputin erstmals die Außenanlage beziehen. Die Umsiedlung ist Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP), dass die genetisch sinnvolle Zusammenstellung von Zuchtpaaren in zoologischen Einrichtungen koordiniert.

Tierarzt Dr. Michael Flügger betont die Wichtigkeit des Neuzugangs: „Er hat für uns eine große Bedeutung, da er genetisch hervorragend zu unserer Victoria passt. Gemeinsam sollen die beiden künftig für wertvollen Nachwuchs sorgen.“ Das EEP hat bereits die Empfehlung ausgesprochen, Rasputin und Eisbärin Victoria zusammenzuführen. Ziel ist es, einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der bedrohten Art zu leisten und die genetische Vielfalt innerhalb der Zoopopulation zu stärken. Zunächst wird Rasputin sich in Ruhe eingewöhnen. Danach ist ein behutsames Kennenlernen der beiden Tiere vorgesehen.

Eisbären zählen zu den Einzelgängern, nur zur Paarungszeit kommen Männchen und Weibchen zusammen. Diese liegt in der Regel zwischen März und Mai. Nach erfolgreicher Paarung folgt eine sogenannte Keimruhe: Der Embryo entwickelt sich zunächst nicht weiter, sondern nistet sich erst im Herbst in der Gebärmutter ein. Die eigentliche Tragzeit beträgt dann etwa zwei bis drei Monate. Insgesamt vergehen von der Paarung bis zur Geburt rund acht Monate. Die Jungtiere kommen meist zwischen November und Januar in einer geschützten Wurfhöhle zur Welt. Bei der Geburt sind sie nur etwa 600 bis 700 Gramm schwer und vollkommen auf die Fürsorge ihrer Mutter angewiesen.

Mit Rasputins Einzug setzt der Tierpark Hagenbeck ein wichtiges Zeichen für den internationalen Artenschutz und hofft nun auf eine nachwuchsreiche Zukunft für das neue Eisbärenpaar.

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