Natürlicher Sonnenschutz bei Hagenbeck - Wie die tierischen Bewohner mit der Hitze umgehen

Die sommerlichen Temperaturen stellen auch einige Tiere im Tierpark vor besondere Herausforderungen. Durch natürliche Verhaltensweisen und kreative Beschäftigungsangebote der Tierpfleger, wird dafür gesorgt, dass Hagenbecks tierische Bewohner die heißen Tage gut überstehen.

Im Eismeer stand für Eisbärendame Victoria eine besondere Erfrischung auf dem Programm. Die Tierpfleger bereiteten ihr verschiedene Leckereien mit Muscheln und Gemüse sowie eine große Eisbombe zu. Auch die Walrosse freuten sich über eine eisgekühlte Beschäftigung und schmackhafte Überraschungen. „An heißen Tagen bieten wir unseren Tieren zusätzliche Möglichkeiten zur Abkühlung und Beschäftigung. Victoria hat die Eisbombe mit großer Begeisterung erkundet und sich die gefrorenen Leckereien Stück für Stück erarbeitet. Auch die Walrosse genießen solche Angebote sehr“, erklärt Reviertierpflegerin Liane Klüber.

Natürlichen Hitzeschutz nutzt auch die frischgebackene Bentheimer Landschwein-Mutter, die erst vor drei Tagen zwölf gesunde Ferkel zur Welt gebracht hat. Gemeinsam mit ihrem Nachwuchs sucht sie die Lehmsuhle auf. Der kühlende Schlamm schützt nicht nur vor Überhitzung, sondern hilft den Tieren auch dabei, ihre Haut vor Sonne und Insekten zu bewahren. „Sie kümmert sich hervorragend um ihre zwölf Ferkel. Besonders an warmen Tagen ist die Lehmsuhle sehr wichtig. Der Schlamm wirkt wie eine natürliche Klimaanlage“, berichtet Reviertierpfleger Sebastian Behrens.

Auch die Asiatischen Elefanten setzen auf bewährte Methoden gegen die Sommerhitze. Neben ausgiebigen Schlammbädern bedecken sie ihren Körper regelmäßig mit Sand. Die feine Schicht schützt die Haut vor intensiver Sonneneinstrahlung und unterstützt die Temperaturregulierung. „Unsere Elefanten wissen genau, wie sie sich selbst helfen können. Nach dem Bad in der Lehmsuhle werfen sie gezielt Sand auf ihren Körper. Dieses natürliche Verhalten schützt die Haut und sorgt gleichzeitig für eine angenehme Abkühlung“, erläutert Tierpfleger Christian Wenzel, der mittels Wasserschlauch den Sand in einer große Matschpfütze verwandelt hat.

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