Walrossbulle Odin im hohen Alter von 30 Jahren im Eismeer gestorben

Der Tierpark Hagenbeck trauert um seinen Walrossbullen Odin. Er ist gestern, am 19. März im Eismeer des Tierparks gestorben. Mit Odin verliert der Tierpark nicht nur ein beeindruckendes Tier, sondern auch einen wichtigen Botschafter seiner Art und einen bedeutenden Teil der erfolgreichen und in Deutschland einzigartigen Walrosszucht.

Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger im Eismeer begleiteten Odin über viele Jahre hinweg intensiv. Sein Tod hinterlässt daher nicht nur in der Walrossanlage, sondern auch im gesamten Tierpark eine große Lücke. Sein Gesundheitszustand hatte sich in den letzten Wochen stetig verschlechtert. Zootierarzt Dr. Michael Flügger erklärt: „Odin hatte seit Längerem eine hochgradige Aufgasung im Magen-Darmbereich. Diese konnten wir leider medikamentell nicht kurieren. Daher haben wir uns trotz der hohen Risiken in Bezug auf sein stolzes Alter von 30 Jahren und die Erkrankung zu einer Narkose entschlossen. Während der Narkose ist Odin tragischerweise gestorben.“

Odin kam 2013 im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms nach Hamburg und entwickelte sich schnell zu einem Publikumsliebling im Eismeer. Mit seiner imposanten Erscheinung und seinem ruhigen Wesen begeisterte er über viele Jahre die Besucher des Tierparks.

Besonders bedeutend war Odin ebenfalls für die Zucht dieser selten gehaltenen Tierart.
Er zeugte mehrere Walrosskälber und spielte damit eine überaus wichtige Rolle im internationalen Erhaltungszuchtprogramm. So wurde 2014 im Tierpark Hagenbeck mit dem Walrossbullen Thor erstmals ein Walross in Deutschland geboren – ein bedeutender Erfolg für die zoologische Gemeinschaft. Darüber hinaus hat sich Odin mehrmals mit Walrossweibchen aus anderen europäischen Zoos erfolgreich fortgepflanzt, die zum Decken nach Hamburg kamen. Somit trug Odin zur Sicherung der Walrosspopulation bei.

Der Tierpark Hagenbeck ist der einzige Zoo in Deutschland, der Walrosse hält und sich aktiv an internationalen Zucht- und Schutzprogrammen für diese Tierart beteiligt. Aktuell leben Walrossdame Polosa sowie der junge Walrossbulle Fiete im Eismeer, der ebenfalls ein Nachkomme Odins ist.

Tickets & mehr gibt's hier

Hagenbeck Online-Shop

Weitere News

Suko, Kenji und Chen Lu - Leopardenjungtiere erhalten Namen

Die drei Nordchinesischen Leopardenjungtiere bei Hagenbeck haben ihre Namen bekommen: Suko, Kenji und Chen Lu. Während Tierpflegerin Nele Kolb den Namen Suko selbst ausgesucht hat, konnte auch die Öffentlichkeit mitentscheiden. Unter den Einsendungen der Instagram-Follower von Hagenbeck wurde Kenji für einen der beiden Jungen gewählt. Unter den Vorschlägen der Zuschauer von RTL Nord wurde sich für Chen Lu entschieden, den Namen des kleinen Mädchens.
Mehr erfahren

Wertvoller Leopardennachwuchs im Tierpark Hagenbeck

Im Tierpark Hagenbeck gibt es besonderen Grund zur Freude. Bereits Anfang August wurden drei Nordchinesische Leopardenbabies geboren. Heute wurden die Jungtiere erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und erkundeten noch zurückhaltend und schüchtern die neue, erweiterte Leopardenanlage. „Alle drei sind gesund, kräftig und zeigen sich neugierig und aufmerksam. Zwei Männchen und ein Weibchen, damit haben wir einen besonders wertvollen Wurf.“, erklärt Dr. Michael Flügger.
Mehr erfahren

Hagenbecks Wahrzeichen ist zurück - Historisches Eingangstor wieder begehbar

Ein Stück Hamburger Stadt- und Kulturgeschichte kehrt an seinen ursprünglichen Ort zurück. Das Historische Jugendstil-Tor des Tierpark Hagenbeck wurde heute feierlich eröffnet. Nach rund 15 Monaten intensiver Bauzeit ist der originalgetreue Nachbau des einstigen Eingangsportals fertiggestellt. Besucher können das traditionsreiche Wahrzeichen somit erstmals wieder durchschreiten.
Mehr erfahren

Unter dem Skalpell - 117 Jahre alten Dinosaurier-Skulpturen auf dem Prüfstand

Sie gehören zu Hagenbeck wie das Historische Jugendstil-Tor, die Rote Brücke am Japan-Teich, das berühmte Afrika-Panorama oder die Thailändische Sala: die Dinosaurier-Skulpturen rund um den Birma-Teich. 12 Exemplare von Diplodocus über Triceratops bis hin zum Stegosaurus zieren Wege und Gewässer im Tierpark - und das seit 1909. Doch der Zahn der Zeit nagt an den denkmalgeschützten Giganten der Urzeit, eine Restaurierung ist unausweichlich.
Mehr erfahren

Hagenbeck auf Langstrumpfs Spuren - Totenkopfaffen als neue Tierart eingezogen

Neun weibliche Totenkopfaffen sind erfolgreich in ihr neu gestaltetes Gehege im Dschungel-Revier gezogen. Es wurde in den vergangenen Monaten durch Hagenbecks Handwerker umfassend umgebaut und von den Auszubildenden bepflanzt. Das neue Gehege bietet den bewegungsfreudigen südamerikanischen Primaten vielfältige Kletter- und Beschäftigungsmöglichkeiten sowie zahlreiche Rückzugsorte. 
Mehr erfahren
Schnellinfos
Affensilhouette